Archive for the ‘Comic’ Category

Crossover-Time: Dick Tracy & The Spirit

Dienstag, Januar 3rd, 2017
Calling Dick Tracy! Vol. 1, Tribune Media Services 2013

Calling Dick Tracy! Vol. 1, Tribune Media Services 2013

Chester Goulds Polizist Dick Tracy debütierte  bereits 1931 in seinem eigenen Zeitungscomicstrip, dessen Einfluss nicht unterschätzt werden darf.

Will Eisners maskierter Detektiv Spirit, der 1940 in einer Zeitungsbeilage seinen ersten Auftritt hinlegte, war künstlerisch und handwerklich indes so fortschrittlich, dass er das Comic-Medium bis heute beeinflusst.

Sowohl die retrofuturistischen Fälle des Spirits als auch die Ermittlungen von Dick Tracy wurden im Laufe der Jahrzehnte von anderen Künstlern als ihren Schöpfern gestaltet.

Um die täglichen Zeitungsabenteuer von Dick Tracy kümmern sich seit dem 14. März 2011 so etwa Zeichner Joe Staton und Autor Mike Curtis, die ihren Vorgänger Dick Locher nach 32 Jahren am längsten fortlaufenden Comicstrip der Welt ablösten. Für ihre Strips mit dem Schnüffler im markanten gelben Trenchcoat, die in »Calling Dick Tracy Vol. 1« übrigens im ersten rein digitalen Franchise-Sammelband überhaupt zusammengetragen worden sind, wurden Staton und Curtis inzwischen mit drei Harvey Awards ausgezeichnet.

Am 21. Dezember leiteten die beiden in ihrem »Dick Tracy«-Comicstrip nun sogar ein Crossover zwischen Chester Goulds ikonischem Titelhelden und dem nicht minder ikonischen Spirit von Will Eisner in die Wege, das seit 27. Dezember das Geschehen im Strip in den Zeitungen und im Netz beherrscht.

Noch lässt sich nicht allzu viel über die Story um eine angeblich unsterbliche Femme fatale oder ihre anvisierte Länge sagen, dennoch darf man durchaus jeden Tag gespannt und voller Vorfreude drauf klicken und schauen, was für ein Abenteuer sich Strip für Strip für die beiden Comic-Ikonen entwickelt. Kein so übler Start ins neue Jahr …

Tyler Cross: Angola

Donnerstag, Dezember 15th, 2016
Tyler Cross: Angola, Carlsen 2016

Tyler Cross: Angola, Carlsen 2016

Hierzulande kennt man den französischen Szenaristen Fabien Nury in erster Linie für seine Kriegs-Comics »Es war einmal in Frankreich« und »Ich bin Legion« sowie für »Atar Gull«, in dem Nury und Zeichner Brüno vom Schicksal eines Sklaven im frühen 19. Jahrhundert erzählten.

In ihrer Serie »Tyler Cross« haben die beiden sich mittlerweile dem titelgebenden Gangster gewidmet. Schon das erste großformatige Album ließ das Herz jedes Krimi-Fans höher schlagen, und der zweite Band »Tyler Cross: Angola« kommt erneut als exzellent arrangierter Noir-Comic daher.

Diesmal wird Cross von seinen Komplizen betrogen und fährt in Angola ein, dem auch als The Farm bekannten, für seine Härte und Korruption berüchtigten Knast im sumpfigen Süden der USA. Zwischen Mr. Cross, seiner Freiheit und seiner Rache stehen verknackte Mobster, die ihn tot sehen wollen, und brutale Aufseher mit scharfen Frauen und Hunden.

Nury trifft den Ton dieser Gattung Gangster-Krimi perfekt, und die visuelle Stilisierung durch Brüno ist ebenso genial wie die durchdachte Kolorierung der fantastischen Laurence Croix. Besser kann man so eine Geschichte nicht inszenieren! Wer die Parker-Krimis von Richard Stark alias Donald Westlake und ihre Adaptionen durch den schmerzlich vermissten Darwyn Cooke schätzt, ist bei Tyler Cross genau richtig.

Das begeisternde zweite Album verstünde man übrigens sogar ohne den ersten Band, doch den möchte man hinterher keinesfalls missen, also lieber gleich in der richtigen Reihenfolge lesen und genießen.

Rachel Rising 7: Das Finale

Montag, Dezember 12th, 2016
Rachel Rising 7, Schreiber & Leser 2016

Rachel Rising Bd. 7, Schreiber & Leser 2016

Terry Moores »Rachel Rising« ist nicht nur eine geradezu abartig gut gezeichnete Horror-Serie in stilsicherem Schwarz-Weiß, sondern auch eine ziemlich verrückte inhaltliche Mischung.

Im finalen siebten Band des ungewöhnlichen Kleinstadt-Horrorschockers bleibt Moore seiner bisherigen Schlangenlinie treu und bringt die Handlungsstränge um Lilith, den Dämon Malus, die untote Rachel und deren perversen Mörder alles in allem ein wenig unspektakulär zu Ende. Kurz vor dem doppelten Showdown hat er sogar noch die Zeit für die sympathischsten Gerichtsmediziner der Comic-Geschichte – und für Witzeleien mit Hentai-Blüten-Halluzinationen, die allerdings in einer der üblichen blutigen Überraschungen münden, die einen immer wieder eiskalt erwischen.

Der mehrfach mit dem Eisner Award ausgezeichnete Mr. Moore, der sich vor Jahren mit der grandiosen Thriller-Seifenoper »Stranger in Paradise« in unsere Herzen schrieb und zeichnete und definitiv zu den wichtigen Vertretern der Creator-Owned-Bewegung des letzten Vierteljahrhunderts gehört, hat sich in »Rachel Rising« eben einfach mal so richtig ausgetobt. Deshalb stehen hier liebenswerte, schräge Figuren echt merkwürdigen Elementen und Entwicklungen gegenüber, und irgendwie ist es nur konsequent, dass der Amerikaner das bis zum Schluss durchgezogen hat.

Was Terry Moore als nächstes macht? Für 2018 hat er eine Rückkehr zu »Stranger in Paradise« angekündigt. Yay …

Sugar & Spike: Methuman Investigations

Mittwoch, Dezember 7th, 2016
Sugar & Spike TPB, DC, 2016

Sugar & Spike TPB, DC, 2016

Die bildschöne, aber stets genervte Blondine Sugar und der gutherzige Rotschopf Spike sind seit ihrer Kindheit Nachbarn und Freunde – und zusammen inzwischen ein Privatdetektiv-Gespann im traditionsbewussten Superhelden-Universum von DC Comics. Sie ermitteln, wenn Batmans abgedrehtes Zebra-Kostüm verschwunden und ausgerechnet im Lager des Schurken Killer Moth gelandet ist. Wenn Superman eine Kiste Kryptonit von jener Insel geborgen wissen möchte, die er in seinem jugendlichen Überschwang einst nach seinem Ebenbild geschaffen hat und auf der ein paar Roboter wild um sich schießen. Wenn Green Lantern das Schicksal von Itty geklärt haben will, seinem alten Seestern-Alien-Kumpel, der eine Weile auf seiner Schulter ritt und jetzt anscheinend in einem Superhelden-Museum ausgestellt wird. Wenn Wonder Woman angeblich einen Gestaltwandler geheiratet hat, der damit in eine Talkshow zu gehen gedenkt. Oder wenn die Legion of Superheroes aus dem 31. Jahrhundert und andere Recken aus der fernen Zukunft in der Gegenwart landen.

DC hat all diese Fälle von Sugar und Spike viel zu gut in der 2016er Heftserie „Legends of Tomorrow“ versteckt und im November zum Glück in einem Komplettband mit schickem Cover gesammelt.

Die humorvollen Kurzgeschichten, die der amerikanische Superhelden-Veteran Keith Giffen (vor ewigen Zeiten für die lustigen Missionen der Justice League gefeiert und nicht zuletzt Mitschöpfer von Rocket Raccoon) und die junge brasilianische Zeichnerin Bilquis Evely (»Shaft«, »Doc Savage«) inszeniert haben, beruhen alle auf tatsächlich erschienenen, mächtig abstrusen Storys aus der langen, bunten und gerne mal bizarren DC-Vergangenheit. Auch die beiden titelgebenden Detektive gehören zu dieser Historie: 1956 erfand Sheldon Mayer (1917–1991) die niedlichen kleinen Racker Sugar Plumm und Cecil ‚Spike’ Wilson, deren kleinkindliche Abenteuer Mayer bis 1971 schrieb und zeichnete. Im Revamp von Giffen und Evenly sind Sugar und Spike erwachsen geworden und verdienen sich ihren Lebensunterhalt mit heiklen Fällen, für die sich die betroffenen Superhelden oft in Grund und Boden schämen. Der traditionsbewusste, immer für eine Mischung aus Witz und Action zu habende Mr. Giffen setzt auf die Gegensätzlichkeit seiner Protagonisten, Wärme, Humor, Cheesiness, Nostalgie und Dialog-Ping-Pong, während Ms. Evely die sanft verknüpften Episoden in butterweiche, stylishe Zeichnungen kleidet, die von Ivan Plascencia superb koloriert wurden.

Davon möchte man mehr – dass es dann vorbei ist, wenn’s am schönsten ist, macht den Sammelband letztlich noch etwas wertvoller und sympathischer. Das ist eigentlich kaum zu toppen und gehört dieses Jahr auf die Leseliste jedes DC-Fans. Giffen hat das ermittelnde Duo gerade übrigens in die von ihm verfasste Serie »Blue Beetle« unter dem Rebirth-Banner integriert. Das kann man im Hinterkopf behalten, aber im Grunde ist man mit dem Band »Sugar & Spike. Metahuman Investigations« schon bestens beraten. Hübsches Weihnachtsgeschenk, by that way…

Manuele Fior: d`Orsay-Variationen

Samstag, Dezember 3rd, 2016
Manuele Fior: d`Orsay-Variationen, Avant 2016

d`Orsay-Variationen, Avant 2016

Spätestens seit seinem überzeugenden Science-Fiction-Comic »Die Übertragung« muss man den Italiener Manuele Fior, der lange in Berlin wohnte und inzwischen in Paris lebt und arbeitet, auf dem Zettel haben.

In seinem neuesten Comic-Album »d`Orsay-Variationen« setzt der vielseitige Künstler dem Impressionismus und dem Pariser Museum für Impressionistische Malerei ein Denkmal. Seine Panel-Geschichte überwindet die Grenzen von Gegenwart und Vergangenheit ebenso mühelos wie die von Wirklichkeit und Traum – und kommt so ironischerweise immer mal ganz schön surrealistisch daher, was die gegenwärtige Museums-Rahmenhandlung zwischen den historischen Episoden aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts angeht.

Dabei erklärt der 1975 geborene Fior nichts und niemanden, und vermutlich hätte dem Album ein Anhang mit ein paar zusätzlichen Fakten zu den Protagonisten keineswegs geschadet. Dennoch lässt der italienische Wandervogel die großen Namen des Impressionismus – der Kunst und der Kunstgeschichte, wenn man so möchte – und einen der wichtigsten Ausstellungsorte dieser malerischen Strömung auf vielerlei Art und Weise lebendig werden. Noch wichtiger, er lässt sie interessant werden, und zwar völlig unabhängig davon, was man nun über Degas, Renoir und Co. weiß, oder eben nicht.

Und das ist ohne jeden Zweifel eine Kunst für sich.

 

Paco Roca: La Casa

Sonntag, November 27th, 2016
La Casa, Reprodukt 2016

La Casa, Reprodukt 2016

In »La Casa« verabschiedet sich der spanische Autor und Zeichner Paco Roca von seinem verstorbenen Vater, das jedoch auf angenehm unaufdringliche Weise – und vor allem nicht autobiografisch, wie das die meisten ‚Comic-Romanciers’ heute machen, sondern über den Spiegel der Fiktion.

Mit einer universellen, nichtsdestotrotz emotionalen Geschichte über das Leben, die Familie – Eltern, Kinder, Geschwister, Enkel und Großeltern –, Alter, Krankheit, den Abschied, Erinnerungen und all das, was für die Hinterbliebenen danach kommt.

Diese Panel-Erzählung entlang des Stammbaums, die Roca um ein Wochenendhaus auf dem Land kreisen lässt, ist feinsinnige, lesenswerte Comic-Literatur über die Natur des Menschen und der Familie, wobei der 1969 in Valencia geborene Roca das Querformat gelegentlich für sehr interessant gestaltete Seiten nutzt.

Und dann ist das Ganze auch noch eine ganze Spur griffiger als Rocas zuvor auf Deutsch veröffentlichtes Werk »Die Heimatlosen«, das ein bisschen zu viel gelobt wurde.

Richard McGuire: Erzählende Bilder

Mittwoch, November 16th, 2016
Richard McGuire: Erzählende Bilder, Dumont 2016

Richard McGuire: Erzählende Bilder, Dumont 2016

Schon in seiner außergewöhnlichen Zeitreise-Bildergeschichte »Hier« hat der amerikanische Grafiker, Illustrator, Animationsfilmer, Skulpteur, Kinderbuchautor, Comickünstler und einstige Liquid Liquid-Bassist Richard McGuire bewiesen, dass er auf engstem Raum Großes schaffen kann. Das soeben bei Dumont erschienene, haptisch-kleine Büchlein »Erzählende Bilder« mit seinen sequenziellen Strichzeichnungen aus dem berühmten »New Yorker« zeigt im Anschluss an ein Vorwort des belgisch-amerikanischen Literaturkritikers Luc Sante erneut das ganze Können des 1957 geborenen Mr. McGuire, den die zeichnerische Darstellung und zugleich Kompression von Zeit seit jeher fasziniert.

Die Vignetten-Folgen der grafischen Kurzgeschichtensammlung, zwischen deren traditionsreichen Einzelbildern im »New Yorker«-Magazin sonst viele Seiten liegen, streifen dank McGuire ihre dekorative Funktion ab und werden in piktogrammatischer Einfachheit und reduzierter Formensprache zu kleinen wundersamen Reihen und sogar Erzählungen: Über das Aufzugfahren, eine Dreiecksbeziehung im Besteckkasten, einen Flamingo und einen Regenschirm, die Blickwinkel eines Bilderrahmens, eine Parkuhr und ihre Freunde im Winter, einen Wohnhausflur, eine anthropomorphisierte Version von Schere-Stein-Papier, Berührungen von Tablet oder Brief, eine neugierige Taube, schwatzhafte Badezimmerartikel, eine Insektenmodenschau oder das Fahren mit der U-Bahn.

Wie wenige Striche McGuire braucht, um den Dingen und Begebenheiten nicht nur narratives Leben einzuhauchen, immens variable Geschichten zu erzählen und zwischen den Bildern die comic-typische Illusion von Bewegung in Zeit und Raum entstehen zu lassen, ist absolut beeindruckend. Da kann man wirklich sagen: Formvollendet – oder man spricht gleich von großer sequenzieller Kunst innerhalb des modernen Minimalismus.

Doppelpunkt!

Sonntag, Oktober 16th, 2016
Comic-Seite in Doppelpunkt 10/16

Comic-Seite in Doppelpunkt 10/16

Wer das bekannte Nürnberger Kulturmagazin »Doppelpunkt« liest, wird im September womöglich schon gesehen haben, dass unter den Comic-Texten ein vertrauter Name steht.

Jetzt ist die neue Nummer #10/2016 frisch erschienen, der vertraute Name steht wieder unter der Comic-Seite, und das ganze hat noch etwas mehr Form angenommen und ist auch so weit offiziell, dass ich etwas mehr dazu schreiben kann.

Also, ja, ich kümmere mich neuerdings um die Comic-Seite/Comic-Texte in »Doppelpunkt«, dem kostenlosen Magazin für Kultur und Co. in Nürnberg und Umgebung, das seit 30 Jahren erscheint und aktuell 10 Hefte pro Jahr fährt, die im Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen an ca. 900 Verteilstellen ausliegen.

Nachdem ich die Comic-Sozialisierung der Massen die letzten sieben, acht Jahre regional betrachtet via Zitty und Tagesspiegel hauptsächlich in Berlin vorangetrieben habe, ist jetzt Nürnberg dran.

Quasi direkt hier um die fränkische Ecke.

Die Texte aus der geruckten Ausgabe erscheinen nach einer Weile übrigens auch im üppigen Online-Angebot, das ebenfalls über die kulturellen Events der Region und des Monats informiert.

The Fix: Ein neuer Wunder-Beagle

Montag, September 26th, 2016
The Fix TPB 1, Image 2016

The Fix TPB 1, Image 2016

Hello. Long time no see. Viele, viele Panini-Editorials, viele Texte für diezukunft.de und tor-online.de, und am Ende immer keine Puste mehr für den Blog, durch den Berichten zufolge schon Steppenhexen gerollt sein sollen wie im Western. Und dennoch, trotz dem üblichen Deadline-Wahnsinn vor der Buchmesse, hier endlich wieder ein Eintrag, direkt auf dem MacBook in die Blog-Maske getippt, die Augenringe ungeschminkt, der Cola/Koffein-Pegel gefährlich niedrig, die müde Haltung auf dem Stuhl fern der Bestnoten. Vielleicht tröstet dieser brandaktuelle Comic-Tipp ja ein wenig über die lange Durststrecke hinweg …

Snoopy von den unsterblichen Peanuts wird immer der coolste Comic-Beagle und sowieso der bekannteste Comic-Hund bleiben. Das ist auch richtig so. Allerdings hat er jetzt ernsthafte Konkurrenz bekommen, was Beagletum und Hundesein in der Panel-Welt angeht.

Autor Nick Spencer (»Ant-Man«) und Zeichner Steve Lieber (»Whiteout«), die zusammen schon das wunderbare »The Superior Foes of Spider-Man« servierten und als eines dieser kongenialen Dream-Teams bezeichnet werden dürfen, haben eine neue, eigenständige Serie am Start. Die heißt »The Fix« und erscheint im englischsprachigen Original, natürlich, beim Image Verlag. Der Krimi über zwei korrupte, kriminelle Loser-Cops in L. A. ist ziemlich böse und witzig – und hat einen gar nicht so heimlichen Star: Einen Beagle namens Pretzels (also Brezel), dessen unbestechliche Spürnase am LAX jeden Drogenschmuggler erzittern lässt. Doch genau diesen Top-Cop auf vier Pfoten müssen unsere beiden Bullen rumkriegen, wenn sie nicht von einem Verbrecherboss um die Ecke gebracht werden wollen, der mindestens so brutal wie öko ist …

Das erste US-Trade von »The Fix« ist dieser Tage als »Where Beagles Dare« erschienen, und obwohl es lediglich vier Hefte enthält und die lustige Handlung erst mal in die Breite geht, gehört der Band unbedingt auf die Leseliste jedes Crime-Fans mit einer Schwäche fürs grafische Erzählen. Comics mit einem Beagle, über die man lachen kann, sind nichts Neues, gute Krimi-Comics mit fiesem Humor aber immer eine Erwähnung und Empfehlung wert. Vor allem, da Nick Spencers Name vor nicht allzu langer Zeit eher deshalb durch die internationale Presse ging, weil er den patriotischen Marvel-Recken Captain America angeblich zu einem Nazi gemacht haben sollte. Und wenn wir ehrlich sind, hätte Pretzels die Aufmerksamkeit weit mehr verdient …

Die Harley Quinn Anthologie

Freitag, August 5th, 2016
Harley Quinn Anthologie, Panini 2016

Harley Quinn Anthologie, Panini 2016

Bei Panini ist die Harley Quinn Anthologie erschienen.

Der großformatige Hardcover-Band präsentiert auf 360 Seiten 13 längere und kürzere Harley-Geschichten aus 20 Jahren, die Miss Quinzels Entwicklung und Historie beleuchten.

Wie wurde aus Jokers Gehilfin, die in der Batman-Trickserie debütierte, eine Antiheldin – und schließlich eine der beliebtesten Figuren im Umfeld von Ikonen wie Batman, Superman und Wonder Woman?

Die Storys von Paul Dini, Bruce Timm, Judd Winick, Don Kramer, Terry Dodson und anderen dokumentieren den Werdegang der schrillen Schönheit im Narrenkostüm.

Dazu kommen ein langes Intro und fast zwei Dutzend redaktionelle Texte aus meiner Feder, die alle wichtigen Zwischenstationen und Hintergründe vertiefen und alle nötigen Infos geben, damit auch Neuleser jede der Storys im Band genießen können.

Zusammen mit unserem Sammelband von Harley Quinn: Mad Love ist das dann die perfekte Vorbereitung auf den Suicide Squad-Blockbuster, in dem Margot Robbie die verrückte Clownprinzessin verkörpern wird.

Neu:

Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen

Backlist:
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