Druckreif, Watson!

Juni 11th, 2021

Heute schwer auf der Terrasse geschuftet. Ein Klick vergrößert das Bild wie Holmes’ Lupe …

Der Musterdruck zu »Sherlock Holmes und die Tigerin von Eschnapur«

Der Musterdruck zu meiner neuen Storysammlung »Sherlock Holmes und die Tigerin von Eschnapur«

Vertont: Die Legende von Sherlock Holmes

Mai 30th, 2021

Meine Alternativwelt-Kurzgeschichte »Die Legende von Sherlock Holmes« wurde von Jan J. Münter für den SF-Story-Podcast Podyssey eingelesen, der von Soenke Scharnhorst koordiniert wird.

Ihr könnt euch die Geschichte hier online anhören, findet sie aber auch bei Spotify, iTunes oder YouTube, und hier könnt ihr sie direkt als MP3 herunterladen.

Die Prosa-Story ist auch in meiner neuen Storysammlung »Sherlock Holmes und die Tigerin von Eschnapur« bei Atlantis enthalten, deren E-Book bereits erhältlich ist und deren Hardcover derzeit produziert wird.

Hinten im Band finden sich bibliografisch-nostalgische Anmerkungen zu allen Texten. Das steht da z. B. zu »Die Legende von Sherlock Holmes«:

Vom 22. bis 24. April 2016 fand in Saarbrücken die SherloCon statt, die dritte Sherlock Holmes Convention der Deutschen Sherlock Holmes Gesellschaft. DSHG-Vorstand Olaf Maurer fragte mich, ob ich einen Beitrag zum Guide – dem Con-Buch der Veranstaltung – beitragen wolle. Das Thema lautete Professor James Moriarty – Genialer Mathematiker, Napoleon des Verbrechens, Erzfeind von Sherlock Holmes. Zwischen Forschungs- und Sachartikel, Pastiche oder Parodie wäre alles möglich. Ich entschied mich für eine Alternativwelt-Kurzgeschichte mit Meta-Twist und fürchte, dass ich noch heute ziemlich stolz auf diese kleine Meta-Spielerei bin. Ich war nicht auf der Con, doch der schmale Guide, aufgemacht wie ein Journal von Moriarty, hat einen Ehrenplatz in meinem Belegexemplar-Regal. Und die Story in meinem Autorenherz.

Schön, dass sie jetzt auch noch als Podcast-Lesung umgesetzt wurde!

Weitere Storys von mir sind bei Podyssey übrigens bereits in Planung, und es gibt ja schon ein riesiges Archiv – also stöbert einfach mal oder folgt dem Kanal am besten auf eurem bevorzugten Podcast-Medium oder auf Twitter für die neusten Updates.

Erschienen: Sherlock Holmes und die Tigerin von Eschnapur (E-Book)

Mai 20th, 2021
»Sherlock Holmes und die Tigerin von Eschnapur«, Atlantis 2021

»Sherlock Holmes und die Tigerin von Eschnapur«, Atlantis 2021

Digitaler Release-Day!

Oder besser gesagt: Das Wild ist auf, Watson!

Meine neue Kurzgeschichtensammlung »Sherlock Holmes und die Tigerin von Eschnapur« bei Atlantis ist ab heute als E-Book erhältlich, kann also munter digital gekauft und gelesen werden.

Auf 250 Seiten erwarten euch rund ein halbes Dutzend brandneuer Geschichten über Holmes und Watson in Erstveröffentlichung.

Dazu kommen erstmals in einem Band gesammelte Storys und Texte aus fast 20 sherlockianischen Jahren, die davor nur verstreut in Anthologien, Magazinen, einem Guide zur SherloCON, Promo-E-Books und wo nicht noch alles erschienen sind.

Abgerundet wird das Ganze durch Watsons Twitter-Storys, ein Vorwort, nostalgische bis bibliografische Anmerkungen zu jeder Erzählung, ein paar Illustrationen von Timo Kümmel und eine Leseprobe zu »Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen«.

Das Hardcover braucht leider noch ein bisschen länger – ich erspare euch die Litanei, wieso und warum. Aber natürlich könnt ihr die Printausgabe trotzdem auch schon online, bei eurem Buchhändler vor Ort oder direkt beim Atlantis Verlag vorbestellen und bekommt das gedruckte Buch dann, sobald lieferbar.

Hier mal das komplette Inhaltsverzeichnis, damit ihr wisst, was euch im E-Book bzw. demnächst im Hardcover konkret alles erwartet:

Das Inhaltsverzeichnis zu »Sherlock Holmes und die TIgerin von Eschnapur«

Das Inhaltsverzeichnis zu »Sherlock Holmes und die TIgerin von Eschnapur«

Finsteres Schneewittchen im Tagesspiegel

Mai 9th, 2021
Colleen Doran, Neil Gaiman: Snow, Glas, Apples, Splitter 2021

Colleen Doran, Neil Gaiman: Snow, Glas, Apples, Splitter 2021

Die amerikanische Künstlerin Colleen Doran (»Orbiter«, »Sandman«) hat in »Snow, Glass, Apples«, das bei Splitter gerade im Album-Überformat auf Deutsch erschienen ist, eine Prosa-Kurzgeschichte von Neil Gaiman (»Sandman«, »American Gods«) als Comic adaptiert.

Herausgekommen ist eine schockierend gruselige und drastische Schneewittchen-Spiegelung, und einer meiner persönlichen Comic-Favoriten der letzten Jahre.

Doran fängt den Horror von Gaimans cleverer, finsterer Neuinterpretation aus den 1990ern sehr gut ein. Ihre wunderschönen, geradezu fließenden Seiten bedienen sich bei Glasmalerei, Manga und Jugendstil, Ornamentik spielt eine wichtige Rolle.

Dafür gab es zurecht den Eisner und den Bram Stoker Award.

Im Comic-Portal des Berliner Tagesspiegel ging gerade mein langer Artikel zur Comic-Adaption online, in dem ich auch die Hintergründe der ursprünglichen Story behandle. Hier geht’s zum Beitrag »Finsteres Märchen: Wie Neil Gaiman Schneewittchen zu neuem Leben erweckt«.

Gelesen: Lucky Luke – Wanted

Mai 5th, 2021
Lucky Luke: Wanted, Egmont 2021, © Lucky Comics, 2021 – All Rights Reserved by Matthieu Bonhomme

© Lucky Comics, 2021 – All Rights Reserved by Matthieu Bonhomme

Zum zweiten Mal spielt der französische Künstler Matthieu Bonhomme (»Texas Cowboys«, »Esteban«), der Lucky Luke zu seinen Kindheitsfreunden zählt, mit dem Mythos des Revolverhelden, der schneller zieht und schießt als sein Schatten. Nach seinem grandiosen ersten Hommage-Album »Der Mann, der Lucky Luke erschoss« legt der 1973 geborene Bonhomme mit »Lucky Luke: Wanted« eine weitere eigenständige, individuelle Interpretation der Comic-Ikone vor, die im Dezember ihren 75-jährigen Geburtstag feiert.

Die Story der neuen Würdigung: Ausgerechnet der lässige, stets dem Guten verpflichtete Lucky Luke wird per Steckbrief gesucht! Trotzdem helfen er und sein getreues Pferd Jolly Jumper drei hübschen Schwestern dabei, ihre Rinderherde durch die Wüste zu bringen, wo es schon ohne Kopfgeld genügend Gefahren zu bestehen gilt …

Das hat humoristischen Seiten, wann immer Monsieur Bonhomme augenzwinkernd mit der von ihm so geliebten Comic-Legende spielt, zielt jedoch nie darauf ab, ein klassischer, allzu vorwitziger und pfiffiger Funny zu sein. Dafür handelt es sich bei »Lucky Luke: Wanted« um einen überragend geschriebenen, gezeichneten und kolorierten Panel-Western und eine wunderbare Hommage an den Poor Lonesome Cowboy.

Bonhommes unabhängig zu lesende Werke »Der Mann, der Lucky Luke erschoss« und »Wanted« sind das Beste, was Lucky Luke seit Langem passiert ist – es lohnt sich, sie auch dann zu lesen, wenn man sonst lieber um den Cowboy herum reitet, den die Altmeister Morris und Goscinny geprägt haben. Beide Bände gibt es als Hard- und Softcover bei Egmont.

Vorbestellbar: Sherlock Holmes und die Tigerin von Eschnapur

April 27th, 2021
 »Sherlock Holmes und die Tigerin von Eschnapur«, Atlantis 2021

Coming soon: »Sherlock Holmes und die Tigerin von Eschnapur«, Atlantis Verlag, kommt Ende Mai

Meine kommende Storysammlung »Sherlock Holmes und die Tigerin von Eschnapur« hat das Lektorat hinter sich, ist in Produktion und sollte Ende Mai als Hardcover und als E-Book erhältlich sein.

Die harten Fakten des gebundenen Buches: ca. 260 Seiten, 17,90 Euro, ISBN: 978-3-86402-777-2, Atlantis Verlag.

Vorbestellen kann man den Titel schon jetzt, bei euren lokalen Buchdealern wie Hermkes Romanboutique in Würzburg, bei Thalia, bei Amazon, wo ihr eure gedruckten oder digitalen Bücher eben so kauft. Bedenkt aber vielleicht, dass die kleinen Läden während der Lockdowns mehr denn je jeden Kunden und jeden Cent brauchen, und oft ebenfalls per Post verschicken.

Es geht aber auch eine Bestellung direkt über den Verlag, of course. Sowieso, wenn man ein signiertes Hardcover von »Sherlock Holmes und die Tigerin von Eschnapur« haben möchte.

Ich werde mangels Talent zwar keinen süßen Tiger reinzeichnen, aber mir einen pfiffigen Spruch ausdenken.

Und natürlich haben wir auch einen Klappentext im Angebot, mein lieber Watson:

Eine Studie in Fuchsrot und andere neue Fälle

Meisterdetektiv Sherlock Holmes und sein Chronist Dr. John Watson ermitteln in fantastischen neuen Fällen – und fühlen jedem Geheimnis, jedem Verbrecher und jeder Bestie auf den Zahn! Denn die Tigerin von Eschnapur sorgt in den Straßen Londons für Angst und Schrecken, während zweiundvierzig Napoleons schlimme Erinnerungen wecken und eine Zeitreise erstaunliche Blüten treibt. Die Studie in Fuchsrot bringt indes Magie in die Baker Street, aber auch Leid über alle Beteiligten. Obendrein verschlägt es den Detektiv allein auf sich gestellt nach Japan und mit Watson nach Gibraltar. Außerdem gerät Sherlock Holmes’ Legende unter den Einfluss Professor Moriartys …

Über ein Dutzend Erzählungen von Christian Endres, der für seine Sammlung „Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes“ mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet wurde.

Gelesen: Der Abstinent von Ian McGuire

April 23rd, 2021
Ian McGuire: Der Abstinent, dtv 2021

Ian McGuire: Der Abstinent, dtv 2021

Mit seinem brutalen Abenteuerroman »The North Water« sorgte der englische Autor Ian McGuire 2016 für Begeisterung. 2018 übertrug Joachim Körber (Übersetzer von Stephen King, Fritz Leiber und anderen) das Buch als »Nordwasser« für den Mare Verlag ins Deutsche, aktuell entsteht eine BBC-Fernsehserie mit Colin Farrell in der Hauptrolle. Jetzt hat Jan Schönherr Ian McGuires neuen Roman »The Abstainer« unter dem Titel »Der Abstinent« für dtv eingedeutscht.

Die Geschichte irischer Terroristen, eines schwer angeschlagenen, gerade so abstinenten Polizisten aus Dublin und diverser Spitzel im Manchester des Jahres 1867 ist definitiv auch wieder lesenswert: McGuire zeigt sich sehr effizient und gewohnt stilsicher, wenn es darum geht, sein raues historisches Setting und die Menschen darin zu beschreiben, die immerhin rund 50 Jahre vor »Peaky Blinders« um ihr Überleben und ihre Freiheit kämpfen.

Selbst das Antiklimax-Ende im Wilden Westen passt. Nur eine Sache kann »Der Abstinent« nicht überwinden: »Nordwasser«. Aus gutem Grund für den Man Booker Prize nominiert, war der Vorgänger einfach das durchschlagendere, denkwürdigere Buch.

Trotzdem ist »Der Abstinent« ein guter historischer Krimi.

Gelesen: Wie später ihre Kinder von Nicolas Mathieu

April 19th, 2021
Nicolas Mathieu: Wie später ihre Kinder, Piper 2021

Nicolas Mathieu: Wie später ihre Kinder, Piper 2021

Keine Ahnung, ob das schon unter Autorentipp fällt: Es lohnt sich meiner Erfahrung nach jedenfalls immer und aus mehreren Gründen, jene Autoren und Bücher zu lesen, welche von Autoren empfohlen werden, die man selbst schätzt und mag. Das bringt einem als Leser wie als Autor etwas.

David Joy, der mit »Wo alle Lichter enden« einen der besten Appalachen-Noir-Romane der letzten Jahre vorgelegt hat (ich schwärme regelmäßig über dieses Buch, fürchte ich, und würde am liebsten alle in meinem Umfeld zur Lektüre zwingen, wenn sie mal wieder nicht wissen, was ich an Hinterwäldler-Krimis so mag), empfahl vor einiger Zeit z. B. den Roman »Wie später ihre Kinder« des Franzosen Nicolas Mathieu.

»Wie später ihre Kinder« erschien auf Deutsch zunächst bei Hanser als Hardcover, seit Kurzem liegt ein butterweiches Paperback bei Piper vor. Im Roman, der Mathieu den Prix Concourt 2018 einbrachte, geht es um die Menschen in Heillange, einer kleinen französischen Arbeiterstadt in der Pampa und an der Grenze zu Luxemburg, wo man der verlorenen Industrie hinterher trauert. Alle Familien, ob aus Heillange oder aus Marokko, kämpfen in den 1990ern ums Kleinbürgertum, gegen den Verdruss, scheinbar gegen alles und jeden, nicht zuletzt einander.

Nicolas Mathieu beschreibt das Erwachsenwerden des jungen Anthony, der immer in irgendwelchen Ärger verwickelt ist, doch auch die Leben seiner Eltern, seines Cousins, der hübschen Stéphanie aus reichem Hause oder des Dealers Hacine aus einer Einwandererfamilie. So portraitiert Mathieu mehrere Generationen der [französischen] Gesellschaft. Ein gerne mal bitteres, wenngleich wahnsinnig gutes und lesenswertes Buch, das durch grandios kantige Prosa und Klarheit besticht.

Gelesen: Bouncer von Jodorowsky & Boucq

April 15th, 2021
Bouncer, Schreiber & Leser, seit 2019

Jodorowsky, Boucq: Bouncer, Schreiber & Leser, seit 2019

Zwanzig Jahre ist es nun her, dass der chilenische Autor und Science-Fiction-Könner Alejandro Jodorowsky (»Der Incal«, »El Topo«) und der französische Künstler François Boucq (»Mondgesicht«, »Little Tulip«) ihre Westernserie »Bouncer« starteten. Pünktlich zum Jubiläum liegen beim Verlag Schreiber & Leser erstmals alle Alben der Serie auf Deutsch vor: Die ersten Geschichten in dicken Sammelbänden einer Gesamtausgabe, die neuen Abenteuer als dünnere Einzelalben in deutscher Erstveröffentlichung.

»Bouncer« ist einer der besten, aber auch brutalsten und heftigsten neuzeitlichen Comic-Western, so ein bisschen der fiese Cousin von »Blueberry«. Jodorowsky nutzt Gewalt, Obszönitäten, Freaks und das Bizarre, shakespearehafte Motive und sogar einen schamanischen Trip für die Bildergeschichten über den einarmigen Rausschmeißer und Titelhelden aus Barro City. Der frisch erschienene vierte Band der Gesamtausgabe, der mit einem Zweiteiler die Lücke zwischen altem und neuen Material schließt, ist wieder eine starke, harte und rohe Rachegeschichte. Sie führt Bouncer in ein abgelegenes Gefängnis in der Wüste, bei dem es sich jedoch um ein verkommenes Paradies für die übelsten Verbrecher handelt. Jodorowsky schlägt einmal mehr schön über die Stränge, und Boucq, der die Serie nach dieser Story alleine fortgesetzt hat, illustriert das alles gewohnt souverän und üppig. Der Wilde Westen lebt bei Boucq, und dank Jodorowsky ist er wirklich wild und hemmungslos.

Wer seine Westerncomics auch mal etwas deftiger und fieser mag, muss »Bouncer« lesen, und da sind die schicken Sammelbände eine super Gelegenheit.

Spektrum der Wissenschaft: Ein W@lf in der Kamerafalle

April 6th, 2021

Nun kam ich auch endlich mal dazu, mein gedrucktes Belegexemplar von »Spektrum der Wissenschaft #4.21« und meine SF-Story »Wer hat Angst vorm bösen W@lf?« darin zu fotografieren.

Hier geht’s zum Heft, hier gibt es alle Infos zur Ausgabe und zur Story, und an dieser Stelle kann man die Geschichte kostenlos online lesen bzw. als PDF downloaden.

Spektum der Wissenschaft #4.21: Wer hat Angst vorm bösen W@lf?

Spektum der Wissenschaft #4.21: Wer hat Angst vorm bösen W@lf?

Spektum der Wissenschaft #4.21: Wer hat Angst vorm bösen W@lf?

Spektum der Wissenschaft #4.21: Wer hat Angst vorm bösen W@lf?

@MisterEndres

MICRO-STORY der Woche von Twitter:

„Haben Sie wieder mein Bücherregal umgeräumt, Holmes?“

„Dort stand Kipling neben Wilde.“

„Weil dieses Brett für signierte Werke ist. Lassen Sie bitte meine Sachen in Ruhe.“

„Hm.“

„Was?“

„Ihnen wird nicht gefallen, was ich mit Ihren Socken gemacht habe, alter Knabe ...“

Immer alle Storys auf Twitter @MisterEndres

Elementar:

Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen

Backlist:
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