Erschienen: Neue Rundschau 2019/1

April 16th, 2019

Seit 1890 erscheint die Literaturzeitschrift »Neue Rundschau« des S. Fischer Verlags.

Die druckfrische Ausgabe 2019/1 im 130. Jahrgang, herausgegeben von Hans Jürgen Balmes, Jörg Bong, Alexander Roesler, Oliver Vogel und Hannes Riffel, hat den Titel »Jenseits von Raum und Zeit« und beschäftigt sich auf über 300 Seiten im Paperback mit der phantastischen Literatur im 21. Jahrhundert.

Für die Fiction-Beiträge sorgen Andreas Eschbach, Seth Dickinson (lest »Die Verräterin«!), Mary Robinette Kowal und H. P. Lovecraft, die sekundärliterarischen Artikel und Essays stammen u. a. von Eschbach, Ursula K. Le Guin, Dietmar Dath, Bernhard Hennen, Helmut W. Pesch, Erik Simon, Karen Nölle und Karlheinz Steinmüller.

Ich steuerte den – stark subjektiven – Streifzug durch den fantastischen Comic bei: Watchmen, Bone, Sandman, Hellboy, Dragonball, Moebius, etc.

Schaut mal rein. Ein interessanter, vielseitiger Band!

Neue Rundschau 2019/1, S. Fischer

Neue Rundschau 2019/1, S. Fischer

 

 

A Game of Spoilers

April 15th, 2019

Eisern und sportlich: auf George warten.

Blech und Extremsport: Spoilern auf allen Kanälen und in allen Medien ausweichen.

Abgestimmt

April 5th, 2019

Die Shortlist für den Kurd Laßwitz Preis 2019 wurde dieser Tage veröffentlicht.

Und ja, ich nehme mir immer gern die Zeit für Nominierungsvorschläge in den Kategorien, in denen ich Favoriten benennen kann, und habe heute auch brav meinen Stimmzettel ausgefüllt.

Zerbrechliche Dinge

April 2nd, 2019
Neil Gaiman: Zerbrechliche Dinge, Eichborn 2019

Neil Gaiman: Zerbrechliche Dinge, Eichborn 2019

Vorsicht, dieser Eintrag könnte Kitsch beinhalten.

Manchmal kann man nichts besseres für die eigene geistige Gesundheit tun, als einen Arbeitstag von einer Sekunde auf die nächste einfach übergangslos zu beenden und im letzten hellen Sonnenlicht noch schnell ein paar Seiten Neil Gaiman zu lesen.

Da genügt zum spürbaren seelischen Verschnaufen dann schon das Vorspiel des Buches, mit den Hintergrundtexten über die Geschichten und Gedichte, wann und wofür und wie und wieso sie entstanden.

Neil Gaimans Storysammlung »Zerbrechliche Dinge« (im Original »Fragile Things« von 2006) ist gerade, zum ersten Mal vollständig, auf Deutsch erschienen.

Wird diese Woche sicher helfen.

(Am vergangenen Wochenende hab ich mich übrigens in Claire DeWitt verknallt.)

Reibeisen-Literatur

März 30th, 2019

Warum stehen die Verlage zur Zeit eigentlich alle auf diesen merkwürdigen partiellen Schleifpapier-Spotlack, der riffelt und reibt und schabt? Verkauft man wirklich mehr Bücher, wenn der geneigte Leser-in-spe sich in der Buchhandlung an ihnen kratzen und schubbeln kann?

Als Bibliophiler möchte man gar nicht genauer drüber nachdenken, was die entsprechenden Reibeisen-Bücher mit ihren Nachbarn im Regal oder auf dem Stapel anrichten.

Okay, ich hab drüber nachgedacht und komme mir immerhin leicht neurotisch vor, wenn ich halbierte Schmierpapiere zwischen die Bücher schiebe. Aber sicher ist sicher …

Mars-Story

März 29th, 2019

Damit ich diese Woche auch noch etwas anderes mache, als Comic-Redaktionstexte über Batman-Schurken und Marvel-Verfilmungen zu schreiben, habe ich  die Lektoratsanmerkungen zu meiner Kurzgeschichte für »Exodus« #40 durchgesehen.

Bei passender Gelegenheit dann mehr zur Ausgabe und zu meiner SF-Story #BackFromMars.

Jetzt im April steht ja eh erst mal die #39 an.

Queen Red Sonja

März 24th, 2019
Red Sonja #1, Dynamite 2019

Red Sonja #1, Dynamite 2019, Cover von Amanda Conner

Die letzten Comic-Serien mit der Roten Teufelin Red Sonja aus Conans Welt haben mich alle nicht überzeugt, egal ob aus der Feder von Gail Simone oder um eine Zeitreise in die Gegenwart.

Die aktuelle US-Serie bei Dynamite, die im Februar 2019 startete, wird nun von Autor Mark Russell (genial: seine »Flintstones«-Neuinterpretation für DC vor einiger Zeit) und Zeichner Mirko Colak (»Conan der Barbar«, »Punisher«) bestritten, und die ersten beiden Hefte haben mir richtig gut gefallen.

Russell setzt auf leise, allgegenwärtige Ironie und liefert nicht die typische Sword-and-Sorcery-Fantasy, trotzdem fangen er und Colak den Spirit von Sonjas und Conans Welt gut ein (und natürlich ist Sonja als Königin eines Staates voller Diebe, Betrüger und Versager ein Augenzwinkern in Richtung der ersten Conan-Prosastory von REH.)

Einzig: Russell hat spürbar etwas zu viel Spaß daran, seinen »bösen« Imperator und Eroberer zu schreiben, der deshalb deutlich mehr Bühnenzeit kriegt als Queen Sonja, die gar nicht so im Vordergrund steht wie sonst. Das schadet der Serie bisher nicht, aber es fällt auf. Mal sehen.

Auf alle Fälle ein guter Auftakt, bei Crom!

Thraxas of Turai

März 21st, 2019
Martin Scott: Thraxas of Turai

Martin Scott: Thraxas of Turai, 2019

Martin Scotts Schwert-und-Magie-Fantasy-Detektiv Thraxas, dessen Debüt 2000 sogar mit dem World Fantasy Award ausgezeichnet wurde, begleitet mich nun seit fast 20 Jahren.

Thraxas war einer der ersten nichtklassischen, sozusagen moderneren Helden des Genres, die mich nach den Ikonen von Tolkien, Howard und Co. gewinnen konnten. Es war ein wilder Ritt mit Thraxas, den kiffenden Zauberern von Turai, sexy Halb-Ork-Kriegerin Marki in ihrem Kettenhemdbikini, den Stammgästen der Taverne Avenging Axe und den vom alten Rom inpsirierten Fantasy-Stadtstaat:

Die deutschen Cover wurden immer gruseliger und zeigten am liebsten – warum auch immer – Dinosaurier, aus den Orcs wurden in der Übersetzung Orgks, und schließlich endete alles mit einem bösen Cliffhanger, der lange nicht aufgelöst wurde. Martin Scott, eigentlich der schottische, in London lebende Autor Martin Millar, blieb Turai acht Jahre fern, bis er die Rechte an seinen Büchern und Figuren zurückhatte und im Eigenverlag und erst mal nur mit E-Books weitermachte (ich habe Martin damals für die Geek! zu diesem Schritt und Thema interviewt, wie mir gerade wieder einfiel).

Mittlerweile gibt es auch gedruckte Sammelbände und Print-Ausgaben der neuen Romane auf Englisch, aber was Amazon da über seine eigene Plattform aus der digitalen Cloud zieht und by-demand in die physische Welt druckt, ist gerade mal knapp über Copyshop-Niveau – eigentlich die beste Werbung für den Qualitätsstandard, den Verlage und Buchhandel aufrechterhalten.

Das literarische Jahr 2019 begann jedenfalls mit einem neuen Thraxas-Roman, »Thraxas of Turai«, Buch Nummer elf – und ich habe das erst drei Monate nach Erscheinen mitbekommen, weil der Facebook-Algorithmus ein Arsch ist. Der Roman selbst? In Ordnung. Ein bisschen zäh in der Mitte, denn der Krimifall zündet nie wirklich und entpuppt sich am Ende obendrein als weitgehend nutzlos, doch die Stimmung im großen Patchwork-Heer auf dem Feldzug sowie das ewige Geplänkel zwischen den Lieblingsfiguren entschädigt für vieles, sowieso mit dem Thraxas-Bonus.

Und natürlich hofft man nach dem Lesen der letzten Seite von »Thraxas of Turai« und dem neuerlichen Cliffhanger, dass der nächste Band nicht zu lange auf sich warten lässt.

c’t: Nicht während meiner Schicht!

März 18th, 2019

In Ausgabe 7/2019 von »c’t – magazin für computertechnik« ist meine Science-Fiction-Krimi-Kurzgeschichte »Nicht während meiner Schicht!« erschienen.

c't 7/2019, Heise Medien

c’t 7/2019, Heise Medien

Die Story schildert aus der Ich-Perspektive den Arbeitstag einer verheirateten, diensterfahrenen KI-gesteuerten Polizeidrohne in einer nahen Zukunft, die ein Problem mit Drogen, KI-Diskriminierung und Hightech-Waffen hat.

»Nicht während meiner Schicht!« stellt nach »Lufthoheit« meine zweite Drohnen-Kurzgeschichte in c’t dar – die nächsten Kandidaten kommen dann erst mal ohne Flugobjekte aus, ob unbemannt oder beseelt.

Die coole Aufmacher-Illustration zur Story stammt von Albert Hulm aus Berlin und ist ein echter Eyecatcher.

war »Narben machen sexy«, und

»Nicht während meiner Schicht!« in  c’t #7/2019

My Name Is Earl

März 15th, 2019
My Name Is Earl, Staffel 1

My Name Is Earl, Staffel 1

My Name Is Earl.

Auch schon wieder eine ganze Weile her.

Bzw.: Lange nicht mehr gesehen, aber sofort wieder gemocht und mehr als eine Folge gestreamt.

Kann man eigentlich Joe R. Lansdales Südstaaten-Krimis mit ihrem in vielen Fällen unbestreitbarem White Trash-Faktor abfeiern, und dann My Name Is Earl nicht mögen?

Überhaupt, My Name Is Earl nicht mögen?

Ich bezweifle, dass das möglich ist.

Und wenn, dann gäb’s für so ein Verhalten bestimmt schlechtes Karma.

 

Elementar:

Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen

Backlist:
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