Archive for the ‘Lesestapel’ Category

Gelesen: Ein frommer Mörder von Liam McIlvanney

Mittwoch, September 15th, 2021
Liam McIlvanney: Ein frommer Mörder, Heyne 2021

Liam McIlvanney: Ein frommer Mörder, Heyne 2021

Im Jahr 1968 muss das alte Glasgow immer mehr den modernen Hochhäusern und Sozialsiedlungen weichen. Überall stehen Wohnungen leer und wird abgerissen. Die Polizei jagt außerdem den Quäker, einen Serienkiller, der Frauen in seinem frömmlerischen Wahn vergewaltigt und ermordet. Doch auch nach einem Jahr, drei Leichen sowie 50.000 Aussagen und Hinweisen aus der Bevölkerung haben die Polizisten keinen Durchbruch zu vermelden. Nun soll der aus den Highlands stammende Sonderermittler Duncan McCormack die damals teuerste Untersuchung in der Geschichte der schottischen Polizei prüfen, was ihm den Hass seiner Kollegen sichert. Gleichzeitig kommt ein Safeknacker dem Quäker-Fall nach einem erfolgreichen Bruch näher, als ihm lieb ist …

»Ein frommer Mörder« ist ein ganz feiner Schottenkrimi, der vom realen Fall des Serienmörders Bible John inspiriert wurde – aber das ist noch nicht alles. Denn Liam McIlvanney, der in Neuseeland als Autor und Professor für Schottland-Studien arbeitet, ist der Sohn von William McIlvanney (1936–2015): Jenem schottischen Crime-Autor, der in den 1970ern mit seinen »Laidlaw«-Romanen den Tartan Noir bzw. den schottischen Hardboiled-Krimi begründete und den Weg für Bestsellerautor Ian Rankin und Co. ebnete. Und für »Ein frommer Mörder«, dessen deutscher Titel eine hübsche Alternative für »The Quaker« darstellt, gewann Liam McIlvanney 2018 zurecht den schottischen Krimipreis, der inzwischen nach seinem Vater benannt ist.

Ian Rankin, das der Vollständigkeit halber, hat übrigens just den vierten nie vollendeten Laidlaw-Roman über den ersten Fall des legendären Ermittlers von McIlvaney Sr. zu Ende geschrieben, der vor ein paar Tagen als »The Dark Remains« auf Englisch erschienen ist. Am Namen McIlvanney kommt man gerade wieder mal nicht vorbei, wenn man Krimis von der Insel schätzt.

Gelesen: Amsterdamer Novelle von Heinrich Steinfest

Donnerstag, September 2nd, 2021
Heinrich Steinfest: Amsterdamer Novelle, Piper 2021

Heinrich Steinfest: Amsterdamer Novelle, Piper 2021

Der 1961 geborene Heinrich Steinfest (»Gewitter über Pluto«, »Der Chauffeur«, die »Markus-Cheng«-Serie) schreibt seit Jahren extravagante Bücher mit unverkennbarem Sound, viel Schmiss und noch mehr Witz.

Seine frisch erschienene »Amsterdamer Novelle«, rund 100 Seiten kurz und als Hardcover und E-Book erhältlich, macht da keine Ausnahme. Viel mehr wirkt sie sogar wie der konzentrierte Steinfest, und das auch noch mit ein paar interessanten, fantastischen Extras.

Zum einen ist die Geschichte von Roy Paulsen aus Köln, der sich selbst auf dem Foto eines Hauses in Amsterdam zu identifizieren glaubt, obwohl er nie dort gewesen ist (und nun genau deshalb hingehen muss), bereits ganz optimistische Post-Corona-Literatur.

Zum anderen erweist Steinfest in seiner Weird-Fiction-Erzählung nicht zuletzt den Fantastik-Wegbereitern H. P. Lovecraft und H. G. Wells seine Referenz.

Und natürlich spürt man auf jeder Seite die Freude an der Sprache, am Fabulieren und am Erzählen.

Ein schmales Buch, aber wieder mal ein großes Steinfest-Vergnügen.

Gelesen: Wie viel von diesen Hügeln ist Gold

Samstag, August 28th, 2021
C Pam Zhang Wie viel von diesen Hügeln ist Gold, Fischer 2021

C Pam Zhang Wie viel von diesen Hügeln ist Gold, Fischer 2021

Der Western ist ein Genre der Klischees, im Guten wie im Schlechten.

Ab und an werden diese Klischees – die etablierten Regeln und Tropen – gebrochen, klar, aber nur selten so virtuos wie von Autorin C Pam Zhang, die 1990 in China geboren wurde und in den USA aufwuchs.

In ihrem Debütroman »Wie viel von diesen Hügeln ist Gold« erzählt sie von der harten Suche nach Glück im Wilden Westen – aus der Sicht einer Goldgräberfamilie mit chinesischen Wurzeln und vor allem den Kindern Lucy und Sam, zwei ungleichen Geschwistern.

In mal rauer, mal zarter, stets wunderschöner Prosa geht es ihr um Rassismus, Sexismus, Familie, Gender, Identität, Klassenkampf und vieles mehr. Die Kulisse ist vertraut, der Rest ganz anders geprägt und beleuchtet. Der Mythos wird von Zhang mit historischen Wahrheiten, modernem Bewusstsein und diversen Perspektiven bereichert.

Kurzum: Literarisches Gold.

Gelesen: Der Prinz der Drachen: Durch den Mond

Mittwoch, Juli 7th, 2021
Dragon Prince Bd. 1: Durch den Mond, Cross Cult 2021

Dragon Prince Bd. 1: Durch den Mond, Cross Cult 2021

Netflix’ »The Dragon Prince« alias »Der Prinz der Drachen« gehört seit ein paar Jahren zu meinen liebsten Fantasy-Animationsserien sowie Genre-Guilty-Pleasures, wobei die nächste Staffel wohl vor allem wegen Corona schon viel zu lange aussteht. Gut, dass bei Cross Cult nun der erste offizielle Comic zur Webfernsehserie auf Deutsch erschienen ist.

»Der Prinz der Drachen: Durch den Mond« setzt am Ende der dritten, bis dato letzten Season ein und bringt uns eine erste zaghafte Fortsetzung der Ereignisse. Die Geschichte haben sich auch die beiden Serienschöpfer Aaron Ehasz und Justin Richmond ausgedacht; die Umsetzung des Comics oblag dann Autor Peter Wartman (»Avatar – Der Herr der Elemente«), die Zeichnungen stammen von Xanthe Bouma (»5 Worlds«).

Das erste Panel-Abenteuer der Gang um Callum, Ezran und Rayla ist recht ordentlich inszeniert für so einen typischen Comic-zur-Serie, bleibt den sympathischen Figuren jederzeit treu. Und obwohl es storytechnisch meistens nur nettes Geplänkel zu lesen gibt, kann man an ein, zwei Stellen doch deutliche Hinweise darauf erkennen, wohin die Reise in der vierten Staffel auf Netflix demnächst gehen dürfte.

Dieser Comic zu »Der Prinz der Drachen« ist also klar ein Fanprodukt, etwas zur Überbrückung bis zu den neuen Folgen und nichts für Einsteiger in das Franchise, aber unter diesen Aspekten und für die Zielgruppe eben gar nicht mal so übel.

Carlos Ruiz Zafón: Der Friedhof der vergessenen Bücher

Montag, Juni 21st, 2021
Carlos Ruiz Zafón: Der Friedhof der vergessenen Bücher

Carlos Ruiz Zafón: Der Friedhof der vergessenen Bücher

Dieses Buch ist die letzte Sammlung mit Kurzgeschichten des spanischen Autors Carlos Ruiz Zafón, der 2020 im Alter von 55 Jahren verstorben ist. Seine Schmöker um das historische alte Barcelona begeisterten weltweit Millionen Leserinnen und Leser, angefangen bei »Der Schatten des Windes« und »Das Spiel des Engels«.

Zafón barocke Sprache lädt stets zum Schwelgen ein, die schaurigen, bittersüßen Storys über Autoren und andere Buchmenschen, Teufel, düstere Engel und schöne Frauen haben eine ganz eigene Stimmung, einen ganz eigenen Sog. Das gilt auch für diese Schnipsel, in denen sogar Miguel de Cervantes und Gaudí zu Protagonisten werden, es außerdem um Drachen, Labyrinthbauer und Auftragskiller geht.

Ein schöner letzter, aber zur Not auch guter erster Streifzug durch Zafóns meta-literarisches Universum um den Friedhof der vergessenen Bücher, in dem Literatur/Kunst, Liebe und andere Obsessionen zugleich Rettung wie Verderben bedeuten.

Finsteres Schneewittchen im Tagesspiegel

Sonntag, Mai 9th, 2021
Colleen Doran, Neil Gaiman: Snow, Glas, Apples, Splitter 2021

Colleen Doran, Neil Gaiman: Snow, Glas, Apples, Splitter 2021

Die amerikanische Künstlerin Colleen Doran (»Orbiter«, »Sandman«) hat in »Snow, Glass, Apples«, das bei Splitter gerade im Album-Überformat auf Deutsch erschienen ist, eine Prosa-Kurzgeschichte von Neil Gaiman (»Sandman«, »American Gods«) als Comic adaptiert.

Herausgekommen ist eine schockierend gruselige und drastische Schneewittchen-Spiegelung, und einer meiner persönlichen Comic-Favoriten der letzten Jahre.

Doran fängt den Horror von Gaimans cleverer, finsterer Neuinterpretation aus den 1990ern sehr gut ein. Ihre wunderschönen, geradezu fließenden Seiten bedienen sich bei Glasmalerei, Manga und Jugendstil, Ornamentik spielt eine wichtige Rolle.

Dafür gab es zurecht den Eisner und den Bram Stoker Award.

Im Comic-Portal des Berliner Tagesspiegel ging gerade mein langer Artikel zur Comic-Adaption online, in dem ich auch die Hintergründe der ursprünglichen Story behandle. Hier geht’s zum Beitrag »Finsteres Märchen: Wie Neil Gaiman Schneewittchen zu neuem Leben erweckt«.

Gelesen: Lucky Luke – Wanted

Mittwoch, Mai 5th, 2021
Lucky Luke: Wanted, Egmont 2021, © Lucky Comics, 2021 – All Rights Reserved by Matthieu Bonhomme

© Lucky Comics, 2021 – All Rights Reserved by Matthieu Bonhomme

Zum zweiten Mal spielt der französische Künstler Matthieu Bonhomme (»Texas Cowboys«, »Esteban«), der Lucky Luke zu seinen Kindheitsfreunden zählt, mit dem Mythos des Revolverhelden, der schneller zieht und schießt als sein Schatten. Nach seinem grandiosen ersten Hommage-Album »Der Mann, der Lucky Luke erschoss« legt der 1973 geborene Bonhomme mit »Lucky Luke: Wanted« eine weitere eigenständige, individuelle Interpretation der Comic-Ikone vor, die im Dezember ihren 75-jährigen Geburtstag feiert.

Die Story der neuen Würdigung: Ausgerechnet der lässige, stets dem Guten verpflichtete Lucky Luke wird per Steckbrief gesucht! Trotzdem helfen er und sein getreues Pferd Jolly Jumper drei hübschen Schwestern dabei, ihre Rinderherde durch die Wüste zu bringen, wo es schon ohne Kopfgeld genügend Gefahren zu bestehen gilt …

Das hat humoristischen Seiten, wann immer Monsieur Bonhomme augenzwinkernd mit der von ihm so geliebten Comic-Legende spielt, zielt jedoch nie darauf ab, ein klassischer, allzu vorwitziger und pfiffiger Funny zu sein. Dafür handelt es sich bei »Lucky Luke: Wanted« um einen überragend geschriebenen, gezeichneten und kolorierten Panel-Western und eine wunderbare Hommage an den Poor Lonesome Cowboy.

Bonhommes unabhängig zu lesende Werke »Der Mann, der Lucky Luke erschoss« und »Wanted« sind das Beste, was Lucky Luke seit Langem passiert ist – es lohnt sich, sie auch dann zu lesen, wenn man sonst lieber um den Cowboy herum reitet, den die Altmeister Morris und Goscinny geprägt haben. Beide Bände gibt es als Hard- und Softcover bei Egmont.

Gelesen: Der Abstinent von Ian McGuire

Freitag, April 23rd, 2021
Ian McGuire: Der Abstinent, dtv 2021

Ian McGuire: Der Abstinent, dtv 2021

Mit seinem brutalen Abenteuerroman »The North Water« sorgte der englische Autor Ian McGuire 2016 für Begeisterung. 2018 übertrug Joachim Körber (Übersetzer von Stephen King, Fritz Leiber und anderen) das Buch als »Nordwasser« für den Mare Verlag ins Deutsche, aktuell entsteht eine BBC-Fernsehserie mit Colin Farrell in der Hauptrolle. Jetzt hat Jan Schönherr Ian McGuires neuen Roman »The Abstainer« unter dem Titel »Der Abstinent« für dtv eingedeutscht.

Die Geschichte irischer Terroristen, eines schwer angeschlagenen, gerade so abstinenten Polizisten aus Dublin und diverser Spitzel im Manchester des Jahres 1867 ist definitiv auch wieder lesenswert: McGuire zeigt sich sehr effizient und gewohnt stilsicher, wenn es darum geht, sein raues historisches Setting und die Menschen darin zu beschreiben, die immerhin rund 50 Jahre vor »Peaky Blinders« um ihr Überleben und ihre Freiheit kämpfen.

Selbst das Antiklimax-Ende im Wilden Westen passt. Nur eine Sache kann »Der Abstinent« nicht überwinden: »Nordwasser«. Aus gutem Grund für den Man Booker Prize nominiert, war der Vorgänger einfach das durchschlagendere, denkwürdigere Buch.

Trotzdem ist »Der Abstinent« ein guter historischer Krimi.

Gelesen: Wie später ihre Kinder von Nicolas Mathieu

Montag, April 19th, 2021
Nicolas Mathieu: Wie später ihre Kinder, Piper 2021

Nicolas Mathieu: Wie später ihre Kinder, Piper 2021

Keine Ahnung, ob das schon unter Autorentipp fällt: Es lohnt sich meiner Erfahrung nach jedenfalls immer und aus mehreren Gründen, jene Autoren und Bücher zu lesen, welche von Autoren empfohlen werden, die man selbst schätzt und mag. Das bringt einem als Leser wie als Autor etwas.

David Joy, der mit »Wo alle Lichter enden« einen der besten Appalachen-Noir-Romane der letzten Jahre vorgelegt hat (ich schwärme regelmäßig über dieses Buch, fürchte ich, und würde am liebsten alle in meinem Umfeld zur Lektüre zwingen, wenn sie mal wieder nicht wissen, was ich an Hinterwäldler-Krimis so mag), empfahl vor einiger Zeit z. B. den Roman »Wie später ihre Kinder« des Franzosen Nicolas Mathieu.

»Wie später ihre Kinder« erschien auf Deutsch zunächst bei Hanser als Hardcover, seit Kurzem liegt ein butterweiches Paperback bei Piper vor. Im Roman, der Mathieu den Prix Concourt 2018 einbrachte, geht es um die Menschen in Heillange, einer kleinen französischen Arbeiterstadt in der Pampa und an der Grenze zu Luxemburg, wo man der verlorenen Industrie hinterher trauert. Alle Familien, ob aus Heillange oder aus Marokko, kämpfen in den 1990ern ums Kleinbürgertum, gegen den Verdruss, scheinbar gegen alles und jeden, nicht zuletzt einander.

Nicolas Mathieu beschreibt das Erwachsenwerden des jungen Anthony, der immer in irgendwelchen Ärger verwickelt ist, doch auch die Leben seiner Eltern, seines Cousins, der hübschen Stéphanie aus reichem Hause oder des Dealers Hacine aus einer Einwandererfamilie. So portraitiert Mathieu mehrere Generationen der [französischen] Gesellschaft. Ein gerne mal bitteres, wenngleich wahnsinnig gutes und lesenswertes Buch, das durch grandios kantige Prosa und Klarheit besticht.

Gelesen: Bouncer von Jodorowsky & Boucq

Donnerstag, April 15th, 2021
Bouncer, Schreiber & Leser, seit 2019

Jodorowsky, Boucq: Bouncer, Schreiber & Leser, seit 2019

Zwanzig Jahre ist es nun her, dass der chilenische Autor und Science-Fiction-Könner Alejandro Jodorowsky (»Der Incal«, »El Topo«) und der französische Künstler François Boucq (»Mondgesicht«, »Little Tulip«) ihre Westernserie »Bouncer« starteten. Pünktlich zum Jubiläum liegen beim Verlag Schreiber & Leser erstmals alle Alben der Serie auf Deutsch vor: Die ersten Geschichten in dicken Sammelbänden einer Gesamtausgabe, die neuen Abenteuer als dünnere Einzelalben in deutscher Erstveröffentlichung.

»Bouncer« ist einer der besten, aber auch brutalsten und heftigsten neuzeitlichen Comic-Western, so ein bisschen der fiese Cousin von »Blueberry«. Jodorowsky nutzt Gewalt, Obszönitäten, Freaks und das Bizarre, shakespearehafte Motive und sogar einen schamanischen Trip für die Bildergeschichten über den einarmigen Rausschmeißer und Titelhelden aus Barro City. Der frisch erschienene vierte Band der Gesamtausgabe, der mit einem Zweiteiler die Lücke zwischen altem und neuen Material schließt, ist wieder eine starke, harte und rohe Rachegeschichte. Sie führt Bouncer in ein abgelegenes Gefängnis in der Wüste, bei dem es sich jedoch um ein verkommenes Paradies für die übelsten Verbrecher handelt. Jodorowsky schlägt einmal mehr schön über die Stränge, und Boucq, der die Serie nach dieser Story alleine fortgesetzt hat, illustriert das alles gewohnt souverän und üppig. Der Wilde Westen lebt bei Boucq, und dank Jodorowsky ist er wirklich wild und hemmungslos.

Wer seine Westerncomics auch mal etwas deftiger und fieser mag, muss »Bouncer« lesen, und da sind die schicken Sammelbände eine super Gelegenheit.

Neu im Handel:
Sherlock Holmes und die Tigerin von Eschnapur
@MisterEndres

MICRO-STORY der Woche von Twitter:

Mord, Intrige oder der Hund der Baskervilles brachten uns nicht um unseren Schlaf.

Doch in dieser Nacht fanden Holmes und ich keine Ruhe.

Wir trafen uns im bebenden Salon von 221B.

„Was treiben die da unten bloß, Holmes?“

„Mrs. Hudsons Partys sind legendär, alter Knabe.“

Immer alle Storys auf Twitter @MisterEndres

Backlist:
Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen
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