Archive for the ‘Lesestapel’ Category

Die X-Men von Jeff Lemire

Sonntag, April 28th, 2019
X-Men SB 1 von Jeff Lemire, Panini 2016

X-Men 1 von Jeff Lemire, Panini 2016

Der Anfang von Autor Jeff Lemires X-Men-Run in der Panel-Serie »Extraordinary X-Men« hat mich damals auf Anhieb erst mal nicht so begeistert. Nun hab ich kürzlich aber noch mal alle 20+ US-Hefte am Stück gelesen, und beim zweiten Anlauf hat es Klick gemacht. Oder vielleicht auch Snikt …?

Das funktioniert und macht Spaß und verströmt viel X-Men-Feeling. Die ersten US-Hefte zeigen außerdem, wie Top-Zeichner Humberto Ramos, ohnehin einer von den Guten, rocken kann, wenn man den Mexikaner mal aus seiner Spidey-Komfortzone rausholt (alleine die Szene mit Colossus als Landwirt in Russland!). Aber auch Ramos’ Kollegen wie der Spanier Victor Ibanez liefern mehr als gute Arbeit ab.

Ich hatte viel Spaß mit den Geschichten über Storms Team und den Subplots um Magik, Forge, Nightcrawler und Old Man Logan – und nicht mal die zu vernachlässigende Anbindung ans IvX-Crossover konnte das Lesevergnügen schmälern.

Sicher, man spürt nicht unbedingt Lemires Handschrift oder den Vibe seiner eigenständigen Comic-Titel – aber man spürt, welche Ära der X-Men der kanadische Alleskönner selbst las und mochte (die späten 90er, die 2000er, Grant Morrison), und das reicht für eine gute Mutanten-Saga und einen X-Rausch beim Lesen. Selbst ohne größeres Vorwissen oder nach längerer X-Pause.

Der Run von Jeff Lemire, Humberto Ramos und Co. liegt in vier US-Trades von »Extraordinary X-Men« bzw. vier Panini-Sammelbänden von »X-Men« auf Deutsch vor.

Zerbrechliche Dinge

Dienstag, April 2nd, 2019
Neil Gaiman: Zerbrechliche Dinge, Eichborn 2019

Neil Gaiman: Zerbrechliche Dinge, Eichborn 2019

Vorsicht, dieser Eintrag könnte Kitsch beinhalten.

Manchmal kann man nichts besseres für die eigene geistige Gesundheit tun, als einen Arbeitstag von einer Sekunde auf die nächste einfach übergangslos zu beenden und im letzten hellen Sonnenlicht noch schnell ein paar Seiten Neil Gaiman zu lesen.

Da genügt zum spürbaren seelischen Verschnaufen dann schon das Vorspiel des Buches, mit den Hintergrundtexten über die Geschichten und Gedichte, wann und wofür und wie und wieso sie entstanden.

Neil Gaimans Storysammlung »Zerbrechliche Dinge« (im Original »Fragile Things« von 2006) ist gerade, zum ersten Mal vollständig, auf Deutsch erschienen.

Wird diese Woche sicher helfen.

(Am vergangenen Wochenende hab ich mich übrigens in Claire DeWitt verknallt.)

Reibeisen-Literatur

Samstag, März 30th, 2019

Warum stehen die Verlage zur Zeit eigentlich alle auf diesen merkwürdigen partiellen Schleifpapier-Spotlack, der riffelt und reibt und schabt? Verkauft man wirklich mehr Bücher, wenn der geneigte Leser-in-spe sich in der Buchhandlung an ihnen kratzen und schubbeln kann?

Als Bibliophiler möchte man gar nicht genauer drüber nachdenken, was die entsprechenden Reibeisen-Bücher mit ihren Nachbarn im Regal oder auf dem Stapel anrichten.

Okay, ich hab drüber nachgedacht und komme mir immerhin leicht neurotisch vor, wenn ich halbierte Schmierpapiere zwischen die Bücher schiebe. Aber sicher ist sicher …

Queen Red Sonja

Sonntag, März 24th, 2019
Red Sonja #1, Dynamite 2019

Red Sonja #1, Dynamite 2019, Cover von Amanda Conner

Die letzten Comic-Serien mit der Roten Teufelin Red Sonja aus Conans Welt haben mich alle nicht überzeugt, egal ob aus der Feder von Gail Simone oder um eine Zeitreise in die Gegenwart.

Die aktuelle US-Serie bei Dynamite, die im Februar 2019 startete, wird nun von Autor Mark Russell (genial: seine »Flintstones«-Neuinterpretation für DC vor einiger Zeit) und Zeichner Mirko Colak (»Conan der Barbar«, »Punisher«) bestritten, und die ersten beiden Hefte haben mir richtig gut gefallen.

Russell setzt auf leise, allgegenwärtige Ironie und liefert nicht die typische Sword-and-Sorcery-Fantasy, trotzdem fangen er und Colak den Spirit von Sonjas und Conans Welt gut ein (und natürlich ist Sonja als Königin eines Staates voller Diebe, Betrüger und Versager ein Augenzwinkern in Richtung der ersten Conan-Prosastory von REH.)

Einzig: Russell hat spürbar etwas zu viel Spaß daran, seinen »bösen« Imperator und Eroberer zu schreiben, der deshalb deutlich mehr Bühnenzeit kriegt als Queen Sonja, die gar nicht so im Vordergrund steht wie sonst. Das schadet der Serie bisher nicht, aber es fällt auf. Mal sehen.

Auf alle Fälle ein guter Auftakt, bei Crom!

Thraxas of Turai

Donnerstag, März 21st, 2019
Martin Scott: Thraxas of Turai

Martin Scott: Thraxas of Turai, 2019

Martin Scotts Schwert-und-Magie-Fantasy-Detektiv Thraxas, dessen Debüt 2000 sogar mit dem World Fantasy Award ausgezeichnet wurde, begleitet mich nun seit fast 20 Jahren.

Thraxas war einer der ersten nichtklassischen, sozusagen moderneren Helden des Genres, die mich nach den Ikonen von Tolkien, Howard und Co. gewinnen konnten. Es war ein wilder Ritt mit Thraxas, den kiffenden Zauberern von Turai, sexy Halb-Ork-Kriegerin Marki in ihrem Kettenhemdbikini, den Stammgästen der Taverne Avenging Axe und den vom alten Rom inpsirierten Fantasy-Stadtstaat:

Die deutschen Cover wurden immer gruseliger und zeigten am liebsten – warum auch immer – Dinosaurier, aus den Orcs wurden in der Übersetzung Orgks, und schließlich endete alles mit einem bösen Cliffhanger, der lange nicht aufgelöst wurde. Martin Scott, eigentlich der schottische, in London lebende Autor Martin Millar, blieb Turai acht Jahre fern, bis er die Rechte an seinen Büchern und Figuren zurückhatte und im Eigenverlag und erst mal nur mit E-Books weitermachte (ich habe Martin damals für die Geek! zu diesem Schritt und Thema interviewt, wie mir gerade wieder einfiel).

Mittlerweile gibt es auch gedruckte Sammelbände und Print-Ausgaben der neuen Romane auf Englisch, aber was Amazon da über seine eigene Plattform aus der digitalen Cloud zieht und by-demand in die physische Welt druckt, ist gerade mal knapp über Copyshop-Niveau – eigentlich die beste Werbung für den Qualitätsstandard, den Verlage und Buchhandel aufrechterhalten.

Das literarische Jahr 2019 begann jedenfalls mit einem neuen Thraxas-Roman, »Thraxas of Turai«, Buch Nummer elf – und ich habe das erst drei Monate nach Erscheinen mitbekommen, weil der Facebook-Algorithmus ein Arsch ist. Der Roman selbst? In Ordnung. Ein bisschen zäh in der Mitte, denn der Krimifall zündet nie wirklich und entpuppt sich am Ende obendrein als weitgehend nutzlos, doch die Stimmung im großen Patchwork-Heer auf dem Feldzug sowie das ewige Geplänkel zwischen den Lieblingsfiguren entschädigt für vieles, sowieso mit dem Thraxas-Bonus.

Und natürlich hofft man nach dem Lesen der letzten Seite von »Thraxas of Turai« und dem neuerlichen Cliffhanger, dass der nächste Band nicht zu lange auf sich warten lässt.

Lust auf Klassiker

Donnerstag, Februar 28th, 2019
Der Herr der Ringe, Klett-Cotta 2000

Der Herr der Ringe, Klett-Cotta 2000

Die zur Verfügung stehende Lesezeit wird es kaum erlauben, aber in letzter Zeit verspüre ich große Lust, mal wieder so ein paar meiner (»persönlichen«) Klassiker ein weiteres Mal zu lesen, um sie in dem einen oder anderen Fall vielleicht auch mit gereiftem Genre-Einfühlungsvermögen neu zu betrachten oder unter anderen Aspekten zu goutieren.

Den »Sherlock Holmes«-Kanon von Sir Arthur Conan Doyle, den ich seit meiner letzten intensiven Holmes-Beschäftigung als Autor nicht mehr angefasst habe.

Die volle Mittelerde-Dröhnung mit J. R. R. Tolkiens »Das Silmarillion«, »Der Hobbit« und »Herr der Ringe«.

Bram Stokers »Dracula« habe ich ebenfalls ewig nicht mehr gelesen.

Auch Robert E. Howards »Conan«-Zyklus wäre mal wieder dran, genauso wie Fritz Leibers Geschichten über Fafhrd und den Grauen Mausling.

Und mit meinem Reread aller »Scheibenwelt«-Romane von Terry Pratchett bin ich auch nicht so weit gekommen, ehrlich gesagt.

Früher war es ein Ritual, dass ich einmal im Jahr den »Hobbit« gelesen habe, egal wann, egal ob auf Englisch oder auf Deutsch. Wenn ich mich nicht täusche, kam ich so auf 13, 14 Durchgänge bis in meine 20er; und Kenneth Grahames »Der Wind in den Weiden« hat es wenigstens ein paar Jahre lang geschafft, jährlich gelesen zu werden.

Die Buchneuheiten, die sich kurz vor der Leipziger Buchmesse hier schon wieder stapeln, sind natürlich spannend und interessant und in vielen Fällen lesenswert, und es gehört zu diesem Job, am Ball und am Puls zu bleiben – aber hin und wieder wäre ein bisschen mehr Freiraum für alte Lieben und Klassiker schon schön.

Aber irgendwann wird dem Ruf von Mittelerde, Transsylvanien oder 221B sicher wieder nachgegeben.

Hillary Jordan: Mudbound

Dienstag, Februar 6th, 2018
Hillary Jordan: Mudbound, pendo 2017

Hillary Jordan: Mudbound, pendo 2017

Mit »When She Woke« aus dem Jahre 2011, das 2013 als »Die Geächteten« auf Deutsch erschienen ist, legte die Amerikanerin Hillary Jordan ein hochinteressantes dystopisches Science-Fiction-Buch vor.

Ihren Einstand als Romanautorin gab Jordan allerdings bereits anno 2008 mit »Mudbound«, das seither in fünfzehn Sprachen übersetzt und vom Paste Magazine zu einem der zehn besten Debüts der vergangenen Dekade gekürt wurde.

Dank der Verfilmung durch Regisseurin Dee Rees, die man hierzulande aktuell auf Netflix findet, erhielt das mustergültige Südstaatendrama zehn Jahre nach seinem ursprünglichen Erscheinen als »Mudbound. Die Tränen von Mississippi« jetzt doch noch eine deutsche Ausgabe, und in diesem Fall gilt definitiv: Besser spät, als nie!

Denn die exzellent durchkomponierte, beeindruckend vielstimmige Geschichte über das harte Leben, den beiläufigen Sexismus und den brutalen und dennoch alltäglichen Rassismus im ländlichen Mississippi nach dem Zweiten Weltkrieg ist absolut geschmeidig und richtig packend geschrieben.

Angeblich arbeitet Jordan derzeit an einem Sequel ihres Pageturners.

Randabfallend: Full Bleed Vol. 1

Montag, Januar 29th, 2018
Full Bleed Vol. 1, IDW PDX 2018

Full Bleed Vol. 1, IDW PDX 2018

Als Antwort auf den Trend zum digitalen Lesen setzt beim einen oder anderen eine – abermalige – Bewusstseinsschärfung für besonders schöne und haptische Druckerzeugnisse ein. Diese analoge Reaktion bzw. Gegenreaktion bedienen Dirk Wood und Ted Adams als Herausgeber und Kuratoren des neuen englischsprachigen Kultur-Magazins »Full Bleed: Comics & Culture Quarterly«, dessen erste Ausgabe im Januar beim Spezial-Interest-Imprint IDW PDX des amerikanischen Comic-Verlag IDW erschien.

Und was für eine erste Ausgabe das geworden ist! Ein dickes, großes Hardcover mit 200 Seiten im Format 28,5 x 22,5 cm, das seinen Titel »Full Bleed« (zu Deutsch: über den Rand, randabfallend gedruckt) ganz genau nimmt und inhaltlich zwischen Comics, TV, Film, Kunst, Musik und Literatur in keine Schublade passt, während gestalterisch in Schrift und Bild aus allen Rohren gefeuert wird. Prosa, Comics, Artikel, Essays, Reiseberichte, Interviews, alles großzügig gesetzt und bebildert – da geht man gerne auf Schatzsuche. In der gebundenen Debütnummer findet sich z. B. ein verschollenes, vorher nie veröffentlichtes und ziemlich schräges Interview mit dem englischen Autor, Comic-Gott und Magier Alan »Watchmen« Moore, während Stephen King in einem langen Gespräch über die Comics plaudert, die er so las und schrieb oder noch gern schreiben würde. Bernie Wrightson, der 2017 verstorbene Meister des Makabren, wird als Künstler und Mensch ausführlich gewürdigt, und Joe R. Lansdale offeriert eine neue, fiese kleine Kurzgeschichte, die Tim Truman illustrierte. Andere Beiträge widmen sich Comics und Buchmessen auf Kuba, der falschen Darstellung Nigerias in US-Comics, einer teuren Jazz-und-Whisky-Bar in Japan, dem Vermächtnis der TV-Serie Die Sopranos, Weißen Haien, Baseball oder Punk-Künstlerin Carla Bozulich, derweil Dirk Gently-Produzent Arwind Ethan David darüber plaudert, wie Douglas Adams sein Leben veränderte.

Ergo: Eine vielseitige Wochenendlektüre, und vielleicht mal ein Sammlerstück für die Fans von Lansdale und King! Denn um als unbescholtener Kultur-Konsument »Full Bleed Vol. 1« zu kriegen, muss man darauf hoffen, dass der eine oder andere Comic-Shop in Deutschland sich gekümmert hat – Händler mussten ihre offiziellen Vorbestellungen vorab über Kickstarter anbringen, wodurch mit zusammengekommenen 90.000 Dollar bei veranschlagten 50.000 Dollar das Debüt der bunten Hardcover-Magazin-Wundertüte gesichert wurde. Geplant sind vier Ausgaben/Bände pro Jahr. Mal sehen, wie lange die Macher und die Leser durchhalten.

Corto Maltese 14: Äquatoria

Samstag, November 18th, 2017
Corto Maltese 14: Äquatoria, Schreiber & Leser 2017

Corto Maltese 14: Äquatoria, Schreiber & Leser 2017

Szenarist Juan Díaz Canales und Zeichner Rubén Pellejero treten mit »Äquatoria« zum zweiten Mal an, um die Legende von Hugo Pratts Comic-Ikone und Panel-Abenteurer Corto Maltese fortzuspinnen. Auch das vierzehnte Album der Serie kann wieder wahlweise in Farbe oder Schwarz-Weiß erstanden werden. So oder zeigt es, wie Corto dem magischen Spiegel des Priesterkönigs Johannes hinterherjagt – in Begleitung schöner Frauen und einer Nonne!

Die Suche führt sie nach Alexandria und Afrika, das die westlichen Kolonialmächte unter sich aufzuteilen versuchen. Unterwegs trifft Corto auf Winston Churchill und auf den Offizier Richard Meinertzhagen, eines der Vorbilder für James Bond; eine andere Nebenfigur hat sogar deutsche Wurzeln. Zwischendurch plaudert Corto indes aus der Ferne mit den topografischen Kurven seiner Heimat Malta, die zu meiden der respektlose Glücksritter bestens versteht.

Das neue Album von Pratts spanischen Erben macht viel Spaß, und besonders der erste Teil – inklusive Venedig – hätte Cortos Schöpfer sicher gefallen. In der zweiten Hälfte werfen Canales und Pellejero allerdings zu viele Orte und Personen in ihre Geschichte. Trotzdem muss man rückblickend sagen, dass die Begeisterung für den ersten Band der beiden wohl etwas der generellen Euphorie über neue Corto-Abenteuer geschuldet war: Dieses zweite Album ist trotz seiner Makel deutlich stärker. Nicht perfekt, aber eine würdige und unterhaltsame Fortsetzung.

Anders ausgedrückt: Zu viel, jedoch auch viel Gutes.

Bradbury & Kleist: Das Böse kommt auf leisen Sohlen

Freitag, Oktober 6th, 2017
Bradbury/Kleist: Das Böse kommt auf leisen Sohlen, Aladin 2017

Bradbury/Kleist: Das Böse kommt auf leisen Sohlen, Aladin 2017

Kein anderer Schriftsteller wird so sehr mit dem Herbst, dem Oktober und mit Halloween assoziiert wie der große Ray Bradbury (1920-2012). Kein Wunder, wenn man allein nur an »Something Wicked This Way Comes« aus dem Jahre 1962 denkt, das deutschsprachige Leser, frei nach Shakespeare, als »Das Böse kommt auf leisen Sohlen« kennen.

In diesem ebenso schönen wie melancholischen und schaurigen Roman aus Bradburys umfangreichem Schaffen geht es um die dreizehnjährigen Jungs Jim und Will und ihre Konfrontation mit dem Bösen. Denn als eines Nachts im Oktober um drei Uhr ein Zirkus in die US-Kleinstadt Green Town kommt, merken die beiden grundverschiedenen Freunde sofort, dass damit die Dunkelheit Einzug in ihre Heimat gehalten hat – und gehen mehr oder weniger auf Konfrontationskurs mit den verdächtigen Schaustellern, den finsteren Verlockungen und dem unfassbaren Übernatürlichen …

Die frisch erschienene Neuausgabe von Bradburys sprachlich gewohnt überschwänglichem Klassiker im Aladin Verlag folgt Norbert Wölfls bewährter Diogenes-Übersetzung von 1981. Brandneu sind dagegen die schwarz-weißen Illustrationen von Reinhard Kleist, die den Einband und die Innenseiten des großen hübschen Hardcovers schmücken. Der deutsche Comic-Star (»Cash: I See Darkness« und ganz aktuell: »Nick Cave: Mercy On Me«) las im Alter von vierzehn Jahren erstmals etwas von Bradbury, was für ihn eine unvergessliche Erfahrung darstellte. Kleists Kapitelgrafiken und seine ganzseitigen Illustrationen dürfen als echter Zugewinn dieses poetischen Evergreens der unheimlichen Fantastik betrachtet werden. Als Insider hat der 1970 geborene Wahlberliner Wills Vater Charles vom Aussehen her auf seinen Zeichnungen sogar Ray Bradbury nachempfunden.

Bleibt lediglich die Frage, ob diese bebilderte Ausgabe von »Das Böse kommt auf leisen Sohlen« nun der perfekte Buchtipp für Halloween ist, oder für Weihnachten. In jedem Fall mal wieder ein Buch aus der Kategorie: Zum Selberschenken, Wiederlesen, Verschenken und Entdecken.

Elementar:

Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen

Backlist:
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