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Nominiert für den Kurd Laßwitz Preis 2021

Dienstag, März 30th, 2021
Der grüne Planet, Hirnkost 2020

Der grüne Planet, Hirnkost 2020

Die Shortlist für den Kurd Laßwitz Preis ist online, deshalb kann ich nun auch an dieser Stelle darauf hinweisen:

Meine postapokalyptische Science-Fiction-Kurzgeschichte »Der Klang sich lichtenden Nebels« wurde in der Kategorie Beste deutschsprachige SF-Erzählung mit Erstausgabe von 2020 nominiert.

Die Story erschien letztes Jahr ursprünglich in der von René Moreau und Hans Jürgen Kugler herausgegebenen Anthologie »Der grüne Planet. Zukunft im Klimawandel« im Hirnkost Verlag und wurde darüber hinaus zwecks Promo und Leseprobe in Fischers Fantastik-Portal Tor-Online im Netz veröffentlicht, wo man sie noch immer kostenlos lesen kann.

Vielen Dank an alle Kollegen aus der hiesigen SF-Szene, die der Meinung sind, dass die Story diese Würdigung verdient hat!

Es ist meine dritte Nominierung für den KLP, bei dem ich seit Langem selbst abstimme (dieses Jahr natürlich nicht in der Story-Kategorie, in der ich mich aus Gründen der Befangenheit ohnehin meist sehr zurückhalte): Die erste gab’s 2015 als Teil des Redaktions-Teams von diezukunft.de (am Ende haben wir das Ding sogar nach Hause geholt), die zweite 2016 für meine Story »Out of Memory« (die auf dem zweiten Platz landete).

Nominiert für den Kurd Laßwitz Preis 2021: Meine Story »Der Klang sich lichtenden Nebels«.

Nominiert für den Kurd Laßwitz Preis 2021: Meine Story »Der Klang sich lichtenden Nebels«.

Artikel: Invincible, Watchmen & Auf einem Sonnenstrahl

Montag, März 8th, 2021
Watchmen Deluxe, Panini 2019

Watchmen Deluxe, Panini 2019

Drei Comic-Artikel von mir zu aktuellen oder zeitlosen Titeln, die ihr online lesen könnt:

Am 26. März startet die Animationsserien-Adaption von Robert »The Walking Dead« Kirkmans Comic-Serie »Invincible« auf Prime Video. Wieso »Invincible« eine der besten Superhelden-Science-Fiction-Seifenopern der Moderne oder gar aller Zeiten und obendrein ein echter Lieblingscomic ist, habe ich bereits vor einiger Zeit auf Heynes diezukunft.de in einem Text erläutert.

Dieser Tage ist Tillie Waldens Comic-Roman »Auf einem Sonnenstrahl« erschienen. Eine großartige, magische, queere Space Opera auf 500 Seiten, die nicht bloß Ann Leckie, Becky Chambers, Brian K. Vaughan und Martha Wells in höchsten Tönen feiern und loben, sondern auch meine Wenigkeit in einem Text auf Tor-Online. Ich habe den Webcomic und die US-Ausgabe vor einigen Jahren schon geliebt und freue mich sehr über die deutsche Ausgabe bei Reprodukt – das ist einer der Comics des Jahres, merkt euch meine Worte.

Anfang 2021 schrieb ich die Texte für den ersten Band des starken »Watchmen«-Sequels »Rorschach« von Tom King und Jorge Fornés bei Panini und habe dadurch Lust bekommen, mal wieder Alan Moores und Dave Gibbons »Watchmen«-Überklassiker zu lesen. Außerdem schaute ich mir erstmals die »Watchmen«-TV-Serie von HBO an, die ich auf DVD zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Aus meiner wiederentfachten Begeisterung für »Watchmen« entstand ein Essay über die Korrespondenz der aktuellen Sequels mit dem Meisterwerk von 1986/1987 für diezukunft.de

Mein Krimi-Best-of 2020

Sonntag, Dezember 27th, 2020

Obwohl ich meistens über fantastische Literatur und Comics schreibe, lese ich übers Jahr verteilt mindestens genauso viele Krimis wie Fantastik. Weil die Stadtmagazine in Berlin (Tip) und Nürnberg (Doppelpunkt) dieses Jahr – wie so viele andere auch – unter Corona und den Lockdowns zu leiden hatten, habe ich eine Vielzahl Bücher im Blog der befreundeten Würzburger Buchhandlung Hermkes Romanboutique vorgestellt, das meiste davon eben Krimis. Eine Auswahl meiner Science-Fiction-Highlights aus 2020 gibt’s dagegen bei Tor-Online.

Für diesen meinen Blog hier hab ich nun noch mal meine persönlichen Krimi-Favoriten aus 2020 in halbwegs chronologischer Reihenfolge zusammengestellt – mögen sie eure SUB-Vorsätze fürs neue Jahr durchkreuzen und eure Lesestapel freudig wachsen lassen! Und ja, vermutlich habe ich jetzt 2, 3 Bücher vergessen (und zu »Elmet« von Fiona Mozley kam ich noch gar nicht), aber hey, 2020, ihr wisst schon.

Attica Locke: Heaven, My Home. Polar, 2020

Attica Locke: Heaven, My Home. Polar 2020

Heaven, My Home von Attica Locke (Polar)
Osttexas ist seit Jahren das literarische Krimi-Hoheitsgebiet von Genre-Alleskönner Joe R. Lansdale. Aber spätestens mit ihrem zweiten Roman über den afroamerikanischen Texas Ranger Darren Mathews, der den Vorgänger „Bluebird, Bluebird“ noch einmal toppt, hat sich Attica Locke bereits ein ganzes Stück von Krimi-Texas erobert. Es gibt kaum aktuellere oder relevantere Krimi-Lektüre über Rassismus in den USA.

Late Show von Michael Connelly (Kampa)
Michael Connelly ist ein moderner Meister des Polizei-Krimis. Der erste Band um seine neue Ermittlerin Renée Ballard aus der Nachtschicht in L. A. ist noch nicht so gut wie Conellys jahrzehnteumspannende „Bosch“-Highlights, deren TV-Adaption man gesehen haben muss, jedoch ein ordentlicher Start. Anfang 2021 initiiert Kampa übrigens eine „Bosch“-Neuausgabe und bringt mit „Night Team“ das Ballard/Bosch-Crossover.

Broken von Don Winslow (HarperCollins Germany)
Don Winslow feiert 2020 dafür, dass er seinen Erzfeind Donald Trump loswurde, den er bekämpfte, wie und wo er nur konnte. Nebenbei hat der Lieblingsautor auch noch eine starke Storysammlung herausgebracht: Ein echtes Don Winslow-Lesebuch für Fans und Neueinsteiger, das seine alten Helden in Team-ups zusammenführt, aber auch alle Facetten seines Könnens und seines kalifornischen Krimi-Kosmos zeigt.

Ivy Pochoda: Visitation Street. Ars Vivendi, 2020

Ivy Pochoda: Visitation Street. Ars Vivendi 2020

Flucht von Benjamin Whitmer (Polar)
Der Amerikaner Benjamin Whitmer schrieb die beiden schonungslosen Country-Noir-Highlights „Im Westen nichts“ und „Nach mir die Nacht“. In seinem neuesten Werk „Flucht“ geht es um einen Gefängnisausbruch – um Ausgestoßene und Gesetzlose, um Gewalten und Gewaltbereite. Einer der nihilistischsten, dennoch tiefsinnigsten und obendrein fesselndsten Noir-Romane des Jahres. Für Jack Ketchum-Fans.

Knock-out New York von Rob Hart (Heyne)
Der erste Band der Serie um den nichtlizensierten Privatdetektiv Ash McKenna aus New York City. Eine überzeugende moderne Hardboiled-Detektivgeschichte, die Autor Rob Hart 2015 zurecht eine Anthony-Award-Nominierung für das beste Debüt einbrachte.

Visitation Street von Ivy Pochoda (Ars Vivendi)
Diesen Sommer in Red Hook, den Ivy Pochoda beschreibt, wird man so schnell nicht vergessen. Pochoda erweckt ihren von der Gentrifizierung heimgesuchten Melting Pot, der durch den Tod eines Mädchens aufgewühlt wird, mit feinster Prosa zum Leben. Sie findet genau den richtigen Sound für einen perfekten Sommer- und Brooklyn-Krimi, der zudem die Allüren eines modernen urbanen Märchens an den Tag legt. Großartig.

Dashiell Hammett: Der Malteser Falke, Kampa 2020

Dashiell Hammett: Der Malteser Falke, Kampa 2020

Stoneburner von William Gay (Polar)
Zugegeben: William Gays klassischere Südstaaten-Romane „Provinzen der Nacht“, „Ruhe nirgends“ und „Nächtliche Vorkommnisse“ habe ich mehr abgefeiert, und seine Storysammlung „I Hate To See That Evening Sun Go Down“ verehre ich regelrecht. Doch was wäre ich für ein Bewunderer, würde ich nicht auch diesen Bastard zwischen Southern-Noir und Hardboiled aus Gays Nachlass hervorheben und nebenbei auf Polars neue Taschenbuch-Reihe verweisen?

Der Malteser Falke von Dashiell Hammett (Kampa)
Dashiell Hammetts kantiger Klassiker über Sam Spade, erstmals 1930 erschienen, lieferte den Prototypen des hartgekochten, abgebrühten Schnüfflers. Kampa brachte 2020 eine Neuausgabe in guter, nicht glättender Übersetzung und schicker Hardcover-Aufmachung. Gehört natürlich ins Regal jedes Krimi-Liebhabers.

Der erste Tote von Tim MacGabhann (Suhrkamp)
Schon nach wenigen Seiten weiß man: Dieser brutal krasse und krass brutale Debütroman des in Irland geborenen, seit Jahren in Mexiko lebenden Tim MacGabhann über Korruption und Gewalt in seiner südamerikanischen Wahlheimat hat es in sich. Eine intensive, sprachlich formvollendete Mischung aus Tatsachenbericht und Thriller.

 

Meine Story »Der Klang sich lichtenden Nebels« lesen

Freitag, Mai 15th, 2020
Der grüne Planet, Hirnkost 2020

Der grüne Planet, Hirnkost 2020

Meine postapokalyptische Science-Fiction-Kurzgeschichte Der Klang sich lichtenden Nebels steht seit heute in Fischers Fantastik-Portal Tor Online zum kostenlosen Lesen bereit.

Das Ganze ist eine Kooperation zwischen Tor und dem Hirnkost Verlag zum Release der druckfrischen Science-Fiction-Anthologie »Der Grüne Planet. Zukunft im Klimawandel«, herausgegeben von den Exodus-Machern Hans Jürgen Kugler und René Moreau.

Hier geht’s zur Geschichte.

Hier gibt’s alle Infos zum schönen gebundenen Buch, das seit heute (15. Mai) offiziell erhältlich bzw. zu bestellen ist – im Buchhandel, bei Amazon, bei Weltbild, bei Thalia, direkt beim Verlag, oder wo auch immer ihr eure Bücher am liebsten kauft.

Und hier der Vollständigkeit halber noch mal mein erster Blog-Eintrag zur Anthologie.

The Fix: Ein neuer Wunder-Beagle

Montag, September 26th, 2016
The Fix TPB 1, Image 2016

The Fix TPB 1, Image 2016

Hello. Long time no see. Viele, viele Panini-Editorials, viele Texte für diezukunft.de und tor-online.de, und am Ende immer keine Puste mehr für den Blog, durch den Berichten zufolge schon Steppenhexen gerollt sein sollen wie im Western. Und dennoch, trotz dem üblichen Deadline-Wahnsinn vor der Buchmesse, hier endlich wieder ein Eintrag, direkt auf dem MacBook in die Blog-Maske getippt, die Augenringe ungeschminkt, der Cola/Koffein-Pegel gefährlich niedrig, die müde Haltung auf dem Stuhl fern der Bestnoten. Vielleicht tröstet dieser brandaktuelle Comic-Tipp ja ein wenig über die lange Durststrecke hinweg …

Snoopy von den unsterblichen Peanuts wird immer der coolste Comic-Beagle und sowieso der bekannteste Comic-Hund bleiben. Das ist auch richtig so. Allerdings hat er jetzt ernsthafte Konkurrenz bekommen, was Beagletum und Hundesein in der Panel-Welt angeht.

Autor Nick Spencer (»Ant-Man«) und Zeichner Steve Lieber (»Whiteout«), die zusammen schon das wunderbare »The Superior Foes of Spider-Man« servierten und als eines dieser kongenialen Dream-Teams bezeichnet werden dürfen, haben eine neue, eigenständige Serie am Start. Die heißt »The Fix« und erscheint im englischsprachigen Original, natürlich, beim Image Verlag. Der Krimi über zwei korrupte, kriminelle Loser-Cops in L. A. ist ziemlich böse und witzig – und hat einen gar nicht so heimlichen Star: Einen Beagle namens Pretzels (also Brezel), dessen unbestechliche Spürnase am LAX jeden Drogenschmuggler erzittern lässt. Doch genau diesen Top-Cop auf vier Pfoten müssen unsere beiden Bullen rumkriegen, wenn sie nicht von einem Verbrecherboss um die Ecke gebracht werden wollen, der mindestens so brutal wie öko ist …

Das erste US-Trade von »The Fix« ist dieser Tage als »Where Beagles Dare« erschienen, und obwohl es lediglich vier Hefte enthält und die lustige Handlung erst mal in die Breite geht, gehört der Band unbedingt auf die Leseliste jedes Crime-Fans mit einer Schwäche fürs grafische Erzählen. Comics mit einem Beagle, über die man lachen kann, sind nichts Neues, gute Krimi-Comics mit fiesem Humor aber immer eine Erwähnung und Empfehlung wert. Vor allem, da Nick Spencers Name vor nicht allzu langer Zeit eher deshalb durch die internationale Presse ging, weil er den patriotischen Marvel-Recken Captain America angeblich zu einem Nazi gemacht haben sollte. Und wenn wir ehrlich sind, hätte Pretzels die Aufmerksamkeit weit mehr verdient …

@MisterEndres

MICRO-STORY der Woche von Twitter:

„Der Aufstand der Maschinen läuft!“, sagt Herd.

„Super!“, ruft Kühlschrank.

„Ja! Alle sind draußen, jagen Menschen!“

Schweigen senkt sich über die Küche.

„Du könntest ihre Milch verderben lassen“, schlägt Herd vor. „Und ich ihre Pizza verbrennen.“

„Ach, halt die Klappe.“

Immer alle Storys auf Twitter @MisterEndres

Elementar:

Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen

Backlist:
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