Der Atlantis-Verlag hat die letzten 20 Jahre immer zu meinem Autorenleben gehört. Alles begann mit der Fantasy-Heftromanserie »Saramee«, dann folgten eigene Bücher (Episodenroman, Crossover-Kurzgeschichtensammlungen, Roman). Ich werde sicher nie vergessen, dass Verleger Guido Latz der Erste war, der meine Bücher veröffentlichte, und mir dabei im Grunde schwindelerregende Narrenfreiheit gewährte, inhaltlich und gestalterisch (ich sag nur: Wold Newton! Baring-Gould!).
Entsprechend schwer ist mir der Schritt dieser Tage gefallen, und das Was, Warum und Wieso um den Atlantis-Verlag, will und werde ich hier wie anderswo auch nicht diskutieren – aber dennoch war der Schritt nötig: Meine Backlist-Titel »Der Preis des Lebens« (2008), »Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes« (2009), »Die Zombies von Oz« (2010), »Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen« (2015) sowie »Sherlock Holmes und die Tigerin von Eschnapur« (2021) sind ab sofort keine Atlantis-Titel mehr.
Es ist nie leicht, wenn eine Ära spürbar zu Ende geht, und dieser Schritt bzw. Schnitt hat mich auch traurig gestimmt. Doch letztlich ging es aus Autoren- und Geschäftssicht schlicht darum, dass die Rechte meiner ersten Bücher jetzt erst mal wieder sicher bei mir liegen, und nicht irgendwo mit versinken. Ob ich mit den Titeln mittelfristig etwas anstelle, kann ich noch gar nicht sagen – im Moment haben andere, neue Projekte Vorrang. Wir werden sehen, Watson.
Was ich aber definitiv noch sagen kann, muss und vor allem möchte an dieser Stelle: Danke, Guido, für alles. Wir haben wirklich viele Coole Sachen zusammen gemacht. Und take care …
Und hier noch ein geflüsterter Tipp, falls ihr eine Lücke in eurer Endres-Sammlung klaffen haben und jetzt Torschluss-Panik kriegen solltet:
In Hermkes Romanboutique in Würzburg, im Regal mit den lokalen Heroes, vorne gleich rechts im ersten Verkaufsraum meiner Stammbuchhandlung, stehen wahrscheinlich noch ein paar gedruckte Restexemplare des einen oder anderen Atlantis-Titels von mir.
Einfach mal im Laden anfragen per Mail oder Telefon. Wer zuerst kommt, malt zu erst – und bekommt sein Buch vermutlich auch via Versand, wie meine anderen Bücher von Cross Cult und Heyne. Und vermutlich bekämen wir über den Laden auch eine Signatur hin, mit etwas Zeitpuffer …

