Gelesen: Der Abstinent von Ian McGuire

Ian McGuire: Der Abstinent, dtv 2021

Ian McGuire: Der Abstinent, dtv 2021

Mit seinem brutalen Abenteuerroman »The North Water« sorgte der englische Autor Ian McGuire 2016 für Begeisterung. 2018 übertrug Joachim Körber (Übersetzer von Stephen King, Fritz Leiber und anderen) das Buch als »Nordwasser« für den Mare Verlag ins Deutsche, aktuell entsteht eine BBC-Fernsehserie mit Colin Farrell in der Hauptrolle. Jetzt hat Jan Schönherr Ian McGuires neuen Roman »The Abstainer« unter dem Titel »Der Abstinent« für dtv eingedeutscht.

Die Geschichte irischer Terroristen, eines schwer angeschlagenen, gerade so abstinenten Polizisten aus Dublin und diverser Spitzel im Manchester des Jahres 1867 ist definitiv auch wieder lesenswert: McGuire zeigt sich sehr effizient und gewohnt stilsicher, wenn es darum geht, sein raues historisches Setting und die Menschen darin zu beschreiben, die immerhin rund 50 Jahre vor »Peaky Blinders« um ihr Überleben und ihre Freiheit kämpfen.

Selbst das Antiklimax-Ende im Wilden Westen passt. Nur eine Sache kann »Der Abstinent« nicht überwinden: »Nordwasser«. Aus gutem Grund für den Man Booker Prize nominiert, war der Vorgänger einfach das durchschlagendere, denkwürdigere Buch.

Trotzdem ist »Der Abstinent« ein guter historischer Krimi.

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„Holmes“, sagte ich reserviert.

„Watson“, sagte mein Freund kühl.

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„Wie bekommt Ihnen die Ehe, alter Knabe?“

„Ein Leben ohne Mordfälle hat seine Vorteile.“

„Sie langweilen sich also. Freut mich zu hören. Bis bald, Watson.“

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