Archive for the ‘Comic’ Category

Der ComicTalk: Lucky Luke – Wanted

Freitag, September 3rd, 2021

Das nächste Diskussions-Video des 25. ComicTalk mit Hella von Sinnen und ihren diesmaligen Gästen ist online. Es geht um »Lucky Luke: Wanted«, nach »Der Mann, der Lucky Luke erschoss« das zweite Hommage-Album von Matthieu Bonhomme bei Egmont – und anders als bei Hella, war das bei mir wieder die große Western-Liebe und für mich eine mega Meta-Wild-West-Show.

Bin aber auch ein großer Bonhomme-Bewunderer (Lucky Luke und ich indes, das ist schon komplizierter … doch die aktuellen Hommagen von Bonhomme und Ralf König hab ich genauso gern gelesen wie das letzte reguläre Album »Fackeln im Baumwollfeld«).

I’m a poor lonesome cowboy … ♫

Der ComicTalk: Stumptown

Sonntag, August 29th, 2021

Eine neue Ausgabe des ComicTalk mit Hella von Sinnen ist online, es wird bereits die 25. Jubiläumsfolge gefeiert.

Ich hab auch diesmal wieder ein paar der Video-Einspieler zu den Comics geschrieben, die Hella in der Runde dann anschließend mit ihren Gästen diskutiert.

Den Anfang macht der Vorspann-Clip zum ersten »Stumptown«-Band von Greg Rucka & Matthew Southworth (dt. bei Splitter) – für mich alten Rucka-Fanboy und Hardboiled-Anhänger ein Heimspiel.

Die erwähnte TV-Serienadaption mit der wunderbaren Cobie Smulders (How I Met Your Mother, Avengers) steht übrigens ab 8. September im STAR-Angebot von Disney+ zum Streamen, für alle, die sich das selbst mal ansehen wollen.

Der ComicTalk mit Hella von Sinnen: Tank Girl

Samstag, Juli 17th, 2021

In der neusten Ausgabe von DER COMICtalk diskutieren Hella von Sinnen und ihre Studiogäste diesmal u. a. über die anarchistischen »Tank Girl«-Comics, da beim deutschen Verlag Kult Comics vor Kurzem der erste Sammelband mit den klassischen britischen Strips aus den 1980ern sowie eine relativ neuzeitliche Miniserie erschienen sind.

Den Einspieler über das postapokalyptische Panzermädel aus dem Outback zu Beginn des Clips, der auf den Comic und die Diskussionsrunde einstimmen soll, habe ich geschrieben bzw. gescripted, heilige Dingo-Kacke!

Und auf diezukunft.de findet sich schon seit ein paar Wochen mein langer Artikel zu Tank Girls Origin und Legende, ihrem feministischen Spirit und gesellschaftlichem Einfluss, ihrer Verwandtschaft zu Furiosa aus Mad Max: Fury Road und natürlich ihrer Rückkehr auf den deutschsprachigen Comic-Markt. Übersetzerin Claudia Kern, die von der Runde erwähnt wird, kommt in meinem Artikel ebenfalls zu Wort.

Erschienen: Swamp Thing von Alan Moore Deluxe 2

Donnerstag, Juli 8th, 2021
Swamp Thing von Alan Moore Deluxe Bd. 2, Panini 2021

Swamp Thing von Alan Moore Deluxe Bd. 2, Panini 2021

Die großartige Swamp Thing-Saga von Alan »Watchmen« Moore, die Anfang der 1980er das Genre des Monsterhorrors und ganz allgemein den Comic revolutionierte, gehört noch immer zu meinen absoluten und prägenden Lieblingscomics – auch, weil ich nie vergessen werde, wie ich als Jugendlicher einst die ersten Kapitel der Saga im Auto in einer Tiefgarage gelesen habe und mein Gehirn förmlich explodierte vor lyrischem Grusel. Es waren u. a. diese »Swamp Thing«-Geschichten, die mir zeigten, dass es abseits von Spider-Man, Batman, Asterix und den Ducks noch viel mehr Comics zu entdecken gibt …

Bei Panini veröffentlichen wir Mr. Moores grandiosen Sumpfding-Run derzeit in einer dreibändigen, großformatigen Hardcover-Neuausgabe: Dazu greifen wir erstmals auf die digital neu kolorierte Fassung der Seiten von Stephen R. Bissette, John Totleben, Rick Veitch und Co. zurück und nutzen obendrein umfangreiches Behind-the-Scences-Bonusmaterial von Bissette für den Anhang der knapp 500 Seiten starken Bücher.

Ich steuere außerdem ein Vorwort zu jedem Hardcover bei, und ja, über einen ewigen Favoriten wie Alan Moores Swampy zu schreiben, ist immer besonders zeitaufwendig und anspannend, weil man es natürlich besonders gut machen möchte. Und speziell zum zweiten Band hätte ich noch viel mehr schreiben können, schließlich debütierte in den Storys darin John Constantine, ein weiterer meiner Faves. Da heißt es dann Besinnen und Fokussieren und in erster Linie für eine gute Einstimmung und solide Einführung sorgen. Das ist der Job.

Band drei kommt aller Voraussicht nach Anfang 2022. Bereits dieses Jahr kommt indes noch ein dicker neuer Band mit aktuellen Swamp Thing-Storys von Tom King, Tim Seeley, Mark Russell, Brian Azzarello, Mike Perkins, Joëlle Jones und einigen mehr bei uns auf Deutsch heraus. Die Redaktionstexte für diese Storysammlung habe ich erst vor ein paar Wochen geschrieben. Immer gut was zu tun im Sumpf …

Swamp Thing von Alan Moore Deluxe Bd. 2, Panini 2021

Die ersten beiden Bände von »Swamp Thing von Alan Moore Deluxe«, Panini 2021

Mein Intro zum aktuellen zweiten Band von »Swamp Thing von Alan Moore Deluxe«

Mein Intro zum aktuellen zweiten Band von »Swamp Thing von Alan Moore Deluxe«

Neue Kolorierung: Zwei Seiten aus »Swamp Thing von Alan Moore Deluxe« Bd. 2

Neue Kolorierung: Zwei Seiten aus »Swamp Thing von Alan Moore Deluxe« Bd. 2

 

Gelesen: Der Prinz der Drachen: Durch den Mond

Mittwoch, Juli 7th, 2021
Dragon Prince Bd. 1: Durch den Mond, Cross Cult 2021

Dragon Prince Bd. 1: Durch den Mond, Cross Cult 2021

Netflix’ »The Dragon Prince« alias »Der Prinz der Drachen« gehört seit ein paar Jahren zu meinen liebsten Fantasy-Animationsserien sowie Genre-Guilty-Pleasures, wobei die nächste Staffel wohl vor allem wegen Corona schon viel zu lange aussteht. Gut, dass bei Cross Cult nun der erste offizielle Comic zur Webfernsehserie auf Deutsch erschienen ist.

»Der Prinz der Drachen: Durch den Mond« setzt am Ende der dritten, bis dato letzten Season ein und bringt uns eine erste zaghafte Fortsetzung der Ereignisse. Die Geschichte haben sich auch die beiden Serienschöpfer Aaron Ehasz und Justin Richmond ausgedacht; die Umsetzung des Comics oblag dann Autor Peter Wartman (»Avatar – Der Herr der Elemente«), die Zeichnungen stammen von Xanthe Bouma (»5 Worlds«).

Das erste Panel-Abenteuer der Gang um Callum, Ezran und Rayla ist recht ordentlich inszeniert für so einen typischen Comic-zur-Serie, bleibt den sympathischen Figuren jederzeit treu. Und obwohl es storytechnisch meistens nur nettes Geplänkel zu lesen gibt, kann man an ein, zwei Stellen doch deutliche Hinweise darauf erkennen, wohin die Reise in der vierten Staffel auf Netflix demnächst gehen dürfte.

Dieser Comic zu »Der Prinz der Drachen« ist also klar ein Fanprodukt, etwas zur Überbrückung bis zu den neuen Folgen und nichts für Einsteiger in das Franchise, aber unter diesen Aspekten und für die Zielgruppe eben gar nicht mal so übel.

Comic-Review für den ComicTalk: Tebori & Virus Omega

Dienstag, Juni 15th, 2021

Ich schreibe jetzt schon seit einigen Jahren Texte für die Video-Intros der Sendung ComicTalk mit Hella von Sinnen bei Massenschmack.tv und auf anderen Kanälen. Bisher wurden meine Texte für die Clips aber immer von anderen gelesen, die genau wissen, was sie da tun. So soll das ja auch sein, und ich finde es z. B. auch gut, wenn Autoren für Lesungen Schauspieler und Sprecher an die Seite gestellt bekommen.

Für das recht neue Review-Format des ComicTalk habe ich nun eine Doppel-Besprechung zu den Alben »Tebori« und »Virus Omega« bei Cross Cult geschrieben, die beide vom spanischen Künstler Marcial Toledano gezeichnet wurden. Und weil es bei diesem Format außerhalb der eigentlichen Sendung mit Hella und den Gästen die Option gibt, habe ich den Text ausnahmsweise selbst eingesprochen. Nicht, weil ich mich für einen Profi halte, sondern weil ich solche Gelegenheiten gerne nutze, um mal etwas auszuprobieren, und sei es nur die Technik, die mir zur Verfügung steht. Das Ergebnis findet ihr hier und auf YouTube:

Finsteres Schneewittchen im Tagesspiegel

Sonntag, Mai 9th, 2021
Colleen Doran, Neil Gaiman: Snow, Glas, Apples, Splitter 2021

Colleen Doran, Neil Gaiman: Snow, Glas, Apples, Splitter 2021

Die amerikanische Künstlerin Colleen Doran (»Orbiter«, »Sandman«) hat in »Snow, Glass, Apples«, das bei Splitter gerade im Album-Überformat auf Deutsch erschienen ist, eine Prosa-Kurzgeschichte von Neil Gaiman (»Sandman«, »American Gods«) als Comic adaptiert.

Herausgekommen ist eine schockierend gruselige und drastische Schneewittchen-Spiegelung, und einer meiner persönlichen Comic-Favoriten der letzten Jahre.

Doran fängt den Horror von Gaimans cleverer, finsterer Neuinterpretation aus den 1990ern sehr gut ein. Ihre wunderschönen, geradezu fließenden Seiten bedienen sich bei Glasmalerei, Manga und Jugendstil, Ornamentik spielt eine wichtige Rolle.

Dafür gab es zurecht den Eisner und den Bram Stoker Award.

Im Comic-Portal des Berliner Tagesspiegel ging gerade mein langer Artikel zur Comic-Adaption online, in dem ich auch die Hintergründe der ursprünglichen Story behandle. Hier geht’s zum Beitrag »Finsteres Märchen: Wie Neil Gaiman Schneewittchen zu neuem Leben erweckt«.

Gelesen: Lucky Luke – Wanted

Mittwoch, Mai 5th, 2021
Lucky Luke: Wanted, Egmont 2021, © Lucky Comics, 2021 – All Rights Reserved by Matthieu Bonhomme

© Lucky Comics, 2021 – All Rights Reserved by Matthieu Bonhomme

Zum zweiten Mal spielt der französische Künstler Matthieu Bonhomme (»Texas Cowboys«, »Esteban«), der Lucky Luke zu seinen Kindheitsfreunden zählt, mit dem Mythos des Revolverhelden, der schneller zieht und schießt als sein Schatten. Nach seinem grandiosen ersten Hommage-Album »Der Mann, der Lucky Luke erschoss« legt der 1973 geborene Bonhomme mit »Lucky Luke: Wanted« eine weitere eigenständige, individuelle Interpretation der Comic-Ikone vor, die im Dezember ihren 75-jährigen Geburtstag feiert.

Die Story der neuen Würdigung: Ausgerechnet der lässige, stets dem Guten verpflichtete Lucky Luke wird per Steckbrief gesucht! Trotzdem helfen er und sein getreues Pferd Jolly Jumper drei hübschen Schwestern dabei, ihre Rinderherde durch die Wüste zu bringen, wo es schon ohne Kopfgeld genügend Gefahren zu bestehen gilt …

Das hat humoristischen Seiten, wann immer Monsieur Bonhomme augenzwinkernd mit der von ihm so geliebten Comic-Legende spielt, zielt jedoch nie darauf ab, ein klassischer, allzu vorwitziger und pfiffiger Funny zu sein. Dafür handelt es sich bei »Lucky Luke: Wanted« um einen überragend geschriebenen, gezeichneten und kolorierten Panel-Western und eine wunderbare Hommage an den Poor Lonesome Cowboy.

Bonhommes unabhängig zu lesende Werke »Der Mann, der Lucky Luke erschoss« und »Wanted« sind das Beste, was Lucky Luke seit Langem passiert ist – es lohnt sich, sie auch dann zu lesen, wenn man sonst lieber um den Cowboy herum reitet, den die Altmeister Morris und Goscinny geprägt haben. Beide Bände gibt es als Hard- und Softcover bei Egmont.

Gelesen: Bouncer von Jodorowsky & Boucq

Donnerstag, April 15th, 2021
Bouncer, Schreiber & Leser, seit 2019

Jodorowsky, Boucq: Bouncer, Schreiber & Leser, seit 2019

Zwanzig Jahre ist es nun her, dass der chilenische Autor und Science-Fiction-Könner Alejandro Jodorowsky (»Der Incal«, »El Topo«) und der französische Künstler François Boucq (»Mondgesicht«, »Little Tulip«) ihre Westernserie »Bouncer« starteten. Pünktlich zum Jubiläum liegen beim Verlag Schreiber & Leser erstmals alle Alben der Serie auf Deutsch vor: Die ersten Geschichten in dicken Sammelbänden einer Gesamtausgabe, die neuen Abenteuer als dünnere Einzelalben in deutscher Erstveröffentlichung.

»Bouncer« ist einer der besten, aber auch brutalsten und heftigsten neuzeitlichen Comic-Western, so ein bisschen der fiese Cousin von »Blueberry«. Jodorowsky nutzt Gewalt, Obszönitäten, Freaks und das Bizarre, shakespearehafte Motive und sogar einen schamanischen Trip für die Bildergeschichten über den einarmigen Rausschmeißer und Titelhelden aus Barro City. Der frisch erschienene vierte Band der Gesamtausgabe, der mit einem Zweiteiler die Lücke zwischen altem und neuen Material schließt, ist wieder eine starke, harte und rohe Rachegeschichte. Sie führt Bouncer in ein abgelegenes Gefängnis in der Wüste, bei dem es sich jedoch um ein verkommenes Paradies für die übelsten Verbrecher handelt. Jodorowsky schlägt einmal mehr schön über die Stränge, und Boucq, der die Serie nach dieser Story alleine fortgesetzt hat, illustriert das alles gewohnt souverän und üppig. Der Wilde Westen lebt bei Boucq, und dank Jodorowsky ist er wirklich wild und hemmungslos.

Wer seine Westerncomics auch mal etwas deftiger und fieser mag, muss »Bouncer« lesen, und da sind die schicken Sammelbände eine super Gelegenheit.

Artikel: Invincible, Watchmen & Auf einem Sonnenstrahl

Montag, März 8th, 2021
Watchmen Deluxe, Panini 2019

Watchmen Deluxe, Panini 2019

Drei Comic-Artikel von mir zu aktuellen oder zeitlosen Titeln, die ihr online lesen könnt:

Am 26. März startet die Animationsserien-Adaption von Robert »The Walking Dead« Kirkmans Comic-Serie »Invincible« auf Prime Video. Wieso »Invincible« eine der besten Superhelden-Science-Fiction-Seifenopern der Moderne oder gar aller Zeiten und obendrein ein echter Lieblingscomic ist, habe ich bereits vor einiger Zeit auf Heynes diezukunft.de in einem Text erläutert.

Dieser Tage ist Tillie Waldens Comic-Roman »Auf einem Sonnenstrahl« erschienen. Eine großartige, magische, queere Space Opera auf 500 Seiten, die nicht bloß Ann Leckie, Becky Chambers, Brian K. Vaughan und Martha Wells in höchsten Tönen feiern und loben, sondern auch meine Wenigkeit in einem Text auf Tor-Online. Ich habe den Webcomic und die US-Ausgabe vor einigen Jahren schon geliebt und freue mich sehr über die deutsche Ausgabe bei Reprodukt – das ist einer der Comics des Jahres, merkt euch meine Worte.

Anfang 2021 schrieb ich die Texte für den ersten Band des starken »Watchmen«-Sequels »Rorschach« von Tom King und Jorge Fornés bei Panini und habe dadurch Lust bekommen, mal wieder Alan Moores und Dave Gibbons »Watchmen«-Überklassiker zu lesen. Außerdem schaute ich mir erstmals die »Watchmen«-TV-Serie von HBO an, die ich auf DVD zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Aus meiner wiederentfachten Begeisterung für »Watchmen« entstand ein Essay über die Korrespondenz der aktuellen Sequels mit dem Meisterwerk von 1986/1987 für diezukunft.de

Neu im Handel:
Sherlock Holmes und die Tigerin von Eschnapur
@MisterEndres

MICRO-STORY der Woche von Twitter:

Einhorn und Zauberer standen auf dem Hügel inmitten der Nacht.

Unten schlief das Dorf.

„Denkst du, die Menschen werden je bereit für mich sein?“, fragte das Einhorn.

Der Zauberer räusperte sich, dann seufzte er.

„Die Frage ist eher, ob du bereit für die Menschen bist.“

Immer alle Storys auf Twitter @MisterEndres

Backlist:
Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen
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