Die Harley Quinn Anthologie

August 5th, 2016
Harley Quinn Anthologie, Panini 2016

Harley Quinn Anthologie, Panini 2016

Bei Panini ist die Harley Quinn Anthologie erschienen.

Der großformatige Hardcover-Band präsentiert auf 360 Seiten 13 längere und kürzere Harley-Geschichten aus 20 Jahren, die Miss Quinzels Entwicklung und Historie beleuchten.

Wie wurde aus Jokers Gehilfin, die in der Batman-Trickserie debütierte, eine Antiheldin – und schließlich eine der beliebtesten Figuren im Umfeld von Ikonen wie Batman, Superman und Wonder Woman?

Die Storys von Paul Dini, Bruce Timm, Judd Winick, Don Kramer, Terry Dodson und anderen dokumentieren den Werdegang der schrillen Schönheit im Narrenkostüm.

Dazu kommen ein langes Intro und fast zwei Dutzend redaktionelle Texte aus meiner Feder, die alle wichtigen Zwischenstationen und Hintergründe vertiefen und alle nötigen Infos geben, damit auch Neuleser jede der Storys im Band genießen können.

Zusammen mit unserem Sammelband von Harley Quinn: Mad Love ist das dann die perfekte Vorbereitung auf den Suicide Squad-Blockbuster, in dem Margot Robbie die verrückte Clownprinzessin verkörpern wird.

Tor-Online

August 2nd, 2016

Das Fantastik-Portal von Fischers neuem Fantastik-Imprint Tor ist am 1. August an den Start gegangen und lädt unter www.tor-online.de zum Stöbern und Entdecken ein.

tor-online,de

Für den Anfang gibt’s von mir z. B. einen Text zur coolen Neudefinition von DCs ägyptischem Superzauberer Dr. Fate und einen Text über Joe R. Lansdales preisgekrönten Western Das abenteuerliche Leben des Deadwood Dick.

Sowohl in Sachen Comic als auch in Sachen Buch wird es von mir künftig monatlich je einen längeren Artikel geben. In der Pipeline stehen schon Texte zur Neuausgabe von J. R. R. Tolkiens Bauer Giles und dem überfälligen Sammelband mit allen Flash-Geschichten von Grant Morrison und Mark Millar.

Die ersten Tor-Publikationen scharren übrigens auch schon mit den Hufen, los geht’s Ende August mit Adrian J Walkers Roman Am Ende aller Zeiten.

KLP 2016

Juni 9th, 2016

Die Gewinner des Kurd-Laßwitz-Preises wurden heute bekanntgegeben.

Out of Memory aus Exodus #33 schaffte es  in der Kategorie Beste deutschsprachige SF-Erzählung mit Erstausgabe von 2015 auf den zweiten Platz.

Thanks for all the fish.

Erschienen: Nova 24

Juni 6th, 2016
Nova #24

Nova #24

Seit ein paar Wochen ist die 24. Ausgabe des von Olaf Hirschler und Michael K. Iwoleit herausgegebenen Science-Fiction-Magazins Nova in der Auslieferung.

Heute hatte ich mein Beleg-Exemplar im Briefkasten, das als A5-Paperback mit satten 270 Seiten daherkommt.

Es warten Kurzgeschichten von Uwe Post, Frank Lauenroth, Marcus Hammerschmitt, Nobert Stöbe und anderen.

Von mir stammt die Story Fahrenheit 2451, die ich allerdings schon 2013 geschrieben habe und die von Manuel Fischer illustriert worden ist.

Angesichts des Titels dürfte es niemanden überraschen, dass Fahrenheit 2451 thematisch auf gewisse Weise eine Bradbury-Hommage darstellt (geschrieben habe ich sie, weil mein Horror-Kurzroman Crazy Wolf damals gerade digital exclusive als E-Book und Audio-Download erschienen war, und meinem bibliophilen Ich irgendwie etwas Gedrucktes in Händen und dem Regal fehlte).

Nova #24 gibt’s direkt beim Amrun Verlag und überall im Buchhandel.

Die Legende von Sherlock Holmes

Mai 15th, 2016
Der Guide zur SherloCon 2016

Der Guide zur SherloCon 2016

Ende April fand der dritte SherloCON der Deutschen Sherlock Holmes Gesellschaft statt, und was genau es in Saarbrücken zu sehen und erleben gab, kann man u. a. hier nachlesen und anhand der Fotos erahnen.

Außerdem erschien zum Event ein offizieller Guide, den auch Nichtbesucher erwerben können. Das 88 Seiten starke A5-Taschenbüchlein stand dieses Jahr ganz im Zeichen von Professor Moriarty und ist sehr liebevoll wie ein Tagebuch aufgemacht – die Fiction-Beiträge sehen daher auch alle aus wie von Hand geschrieben oder auf Schreibmaschine getippt. Neben einem Vorwort bzw. Grußwort zum Con von Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz warten Beiträge von Franziska Franke, Peter Wayand und J. J. Peyer.

Von mir stammt die Kurzgeschichte Die Legende von Sherlock Holmes – eine meiner geliebten Meta-Spielereien aus der Baker Street und mit dem Mythos vom Meisterdetektiv und seinem Chronisten, in diesem Fall natürlich mit einem ganz besonderen Moriarty-Kniff, der mir selbst immer noch ungebührlich gut gefällt.

Nicht auszuschließen, dass die Story irgendwann noch mal irgendwo nachgedruckt wird, fürs Erste ist sie allerdings nur im Guide zur SherloCON 2016 erhältlich, von dem es nicht mehr endlos viele Exemplare gibt, vermute ich.

Das Wild ist auf, Watson …

Out of Memory: Nominiert für den Kurd Laßwitz Preis

März 28th, 2016
Exodus #33

Exodus #33

Meine Science-Fiction-Kurzgeschichte Out of Memory, die im September 2015 in Exodus #33 erschienen ist, wurde für den Kurd-Laßwitz-Preis 2016 nominiert.

Vermutlich wegen des Porno-Sternchens.

Möglicherweise wegen des Cloud-Pessimismus.

Eventuell wegen des Hardboiled-Sounds.

Mit Sicherheit wegen der blutrünstigen Pinguine.

So oder so, vielen Dank an alle, die Out of Memory nominiert haben!

Von der Exodus-Website: Sofern Sie zu den aktiven Abstimmungsberechtigten des Preises gehören, können Sie diese Textdatei zur Lektüre kostenlos bei der Redaktion anfordern. Wenden Sie sich in diesem Falle bitte an: rene.moreau@exodusmagazin.de

Hier finden sich die Nominierten aller Kategorien, zu denen in der Grafik-Abteilung auch Kollege Timo Kümmel mit dem Cover zur 33. Exodus-Ausgabe gehört.

Frühstück mit Harley Quinn und den Borgias

März 23rd, 2016
DBC Pierre: Frühstück mit den Borgias, Aufbau 2016

DBC Pierre: Frühstück mit den Borgias, Aufbau 2016

Kurzzeitig hat es mal geklappt mit regelmäßigen Beiträgen, dann kam die närrische Harley Quinn dazwischen. Na ja, okay, und der Doktor und seine TARDIS. Sei’s drum, an dieser Stelle zumindest mal wieder ein Lesetipp für die Feiertage …

Mit Jesus von Texas und Licht aus im Wunderland hatte ich viel Spaß, mit Bunny & Blair eher weniger. In seinem neuen Roman Frühstück mit den Borgias, der formal viel von einer guten Novelle hat, rechnet DBC Pierre zunächst mit dem digitalen Zeitgeist und denen ab, die ohne Smartphone nicht mehr leben können – die allein durch ihr Smartphone leben und lieben und sich in allen möglichen Situationen hinter ihrem Gerät-für-alle-Lebenslagen zu verstecken pflegen. Die Hiebe in diese Richtung, die in eine äußerst gefällige Schreibe gekleidet sind, sitzen. Gleichzeitig herrscht eine köstlich verschrobene Stimmung im Cliffs, die den Leser geschwind in die Zimmer und Gänge des Hotels zieht. Umso erstaunlicher ist es, wie sich Frühstück mit den Borgias nach dem skurrilen ersten Akt erst zu einem beunruhigenden, verstörenden Krimi wandelt und schließlich sogar mitten in der Twilight Zone landet.

Eine gewaltige Überraschung, die dieses außergewöhnliche Büchlein noch interessanter und denkwürdiger macht.

 

Morrison, Case: Doom Patrol Book One

März 1st, 2016
Doom Patrol Book 1, DC Comics 2016

Doom Patrol Book 1, DC/Vertigo 2016

Der schottische Comic-Autor Grant Morrison steht für andersartige Panel-Geschichten, die cool, genial, herausfordernd, stimulierend, wirr oder schlicht unlesbar sein können. Bei Morrison weiß man nie, ob er einen auf den nächsten zehn Seiten nicht komplett in seiner eigenen Gedankenwelt abhängt, ja man die Lektüre ohne das simultane Einwerfen irgendwelcher bunter Pillen nicht gleich ganz abschreiben kann. Nichtsdestotrotz gibt es viele wichtige und lesenswerte Werke, die dieser Meister des Meta in den letzten drei Dekaden geschrieben hat. Dabei lässt Morrison stets seine Faszination für das Merkwürdige, das Surreale, multiversale Konzepte sowie die Verschmelzung von Realität und Fiktion in sein Comic-Schaffen einfließen.

Ein gutes Beispiel für einen ungebrochen lohnenswerten Morrison-Klassiker ist der Vertigo-Titel „Doom Patrol“, den DC in den USA gerade in seitenstarken Sammelbänden als Paperback und E-Book neu auflegt. Morrison bekam die Serie über die in den 60ern kreierte Außenseiter-Truppe 1988 zugetragen, als sein Stern durch das metaphysische „Animal Man“ und das bereits abgegebene Script zum designierten Dauer-Bestseller „Batman: Arkham Asylum“ mächtig am Aufsteigen war.

Zusammen mit Zeichner Richard Case kreierte Morrison in den ersten Ausgaben Anfang 1989 einen guten Einstiegspunkt für alle interessierten Leser und brachte das Element des unangenehm Bizarren und verstörend Seltsamen zurück in die Abenteuer der Doom Patrol, die Morrison aufgrund der vorangegangenen Storyline neu justieren konnte. Sein Team besteht zu Beginn zunächst aus einem depressiven Menschen-Hirn im Roboter-Körper, einer traumatisierten jungen Frau mit über sechzig Persönlichkeiten, und der androgyn-verwirrten Fusion eines weißen Mannes, einer schwarzen Frau und eines negativen Geistes. Ihre Gegner sind genauso strange, während ein vielschichtiges Hypergemälde Paris verschwinden lässt, eine fremde Struwwelpeter-Welt in die Realität eindringt und eine gefährliche Gedankenlandschaft durchwandert werden muss …

Morrison und Case sollten bis Januar 1993 bleiben und über 40 US-Hefte gestalten. Der erste gut 400 Seiten umfassende Sammelband von „Doom Patrol“ pendelt zwischen Pulp, Psychologie und Philosophie, ist wirklich weird und tierisch unterhaltsam. Auch nach rund 25 Jahren sind das noch die idealen Superhelden-Geschichten für alle, die nicht so auf Capes und Spandex stehen und dafür auf fantastische Autoren wie Matt Ruff und China Miéville abfahren.

Der zweite von drei Bänden dieser neuen „Book“-Edition ist für August angekündigt. Eine gute Alternative zum Hardcover-Omnibus, für den immerhin 150 US-Dollar zu berappen sind.

Wood, Zezelj: Starve Vol. 1

Februar 26th, 2016
Starve Vol. 1, Image 2016

Starve Vol. 1, Image 2016

In ihrer neuen Comic-Serie Starve erzählen der amerikanische Autor Brian Wood (DMZ, The Massive, Conan der Barbar) und der kroatische Zeichner Danijel Zezelj (Loveless, Northlanders) die Geschichte von Gavin Cruikshank. Einst der angesehenste Küchenchef der USA und das Gesicht der erfolgreichen exotischen Koch-Show Starve (dt. ‚Hungern’), trafen ihn in der nahen Zukunft schließlich zwei Dinge: Der Zusammenbruch der Finanzwelt – und der Hass seiner Ehefrau, nachdem Gavin sich als schwul geoutet hat. Also verkrümelte sich der geniale Koch nach Asien und genoss das sorglose Leben im selbstauferlegten Exil.

Zu Beginn des ersten US-Sammelbandes von Woods und Zezeljs Starve hat sich die Welt erholt. In Folge des Klimawandels steht ihr das Wasser zwar bis zum Hals und ist z. B. der JFK-Flughafen in New York abgesoffen, aber die Reichsten der Reichen haben wieder Oberwasser und wollen unterhalten werden. Starve mutierte ohne Gavin zu einer dekadenten Show, in der gefährliche, verbotene und illegale Speisen für das obere Eine Prozent zubereitet werden. Und jetzt, wo es allgemein wieder läuft, erinnert man sich an Gavins Vertrag und dass er noch ein paar Folgen zu liefern hat. Das Network holt seinen gealterten Star zurück, und Gavin muss gegen seinen früheren Konkurrenten antreten, wird von seiner Frau schikaniert und trifft auf seine wundervolle Tochter, die ihm erstaunlicherweise nichts nachträgt. Dafür muss Chief Cruikshank in Starve brutale Koch-Battles überstehen: Hund zubereiten. Den praktisch ausgestorbenen Blauflossen-Thunfisch auf dem Schwarzmarkt auftreiben und vielleicht den letzten seiner Art für die Preisrichter anrichten. Vor laufender Kamera ein Schwein schlachten und verwursten. Oder mit roher Gewalt irgendwo in der Stadt die Küche einer fremden Crew erobern und darin zaubern …

Ist Starve ein guter Comic? Oh ja. Extrem gut aus Leser-Sicht, deprimierend gut aus Autoren-Sicht. Brian Wood verbindet seine kritische Message diesmal mit dem anhaltenden Hype um Koch-Sendungen im Fernsehen und macht daraus eine coole, gut abgeschmeckte Dystopie, und Zezeljs typisches Artwork mundete und passte nie besser. Hunger auf einfallsreiche Science-Fiction und außergewöhnliche Comics? Dann muss Starve auf den Teller!

Wir haben erst Ende Februar, aber ich denke, diese Küchenschlacht ist bereits ein vielversprechender Kandidat für meinen Comic des Jahres.

 

Mobidic: Bärenkönig

Februar 24th, 2016
Bärenkönig, Popcom 2016

Bärenkönig, Popcom 2016

Mobidic, in Frankreich geborene Künstlerin mit mexikanischen Wurzeln, zog in die europäische Comic-Hauptstadt Brüssel, um dort Trickfilm zu studieren, ehe sie auf visuelle Kunst und Comic umsattelte. Der Einzelband Bärenkönig ist Mobidics Panel-Debüt auf der großen Bühne, das sie geschrieben, gezeichnet und koloriert hat. Die Einflüsse aus dem Animationsbereich, in dem sie ihre Hochschulkarriere begann, sind nicht zu übersehen, aber letztlich profitiert der Comic-Roman, der in den Buchhandlungen hoffentlich ins Graphic-Novel-Regal kommt, davon nur.

Zumal der gelungen Optik ein guter Plot zur Seite steht. Gekonnt erzählt Mobidic die Geschichte der jungen Eingeborenen Xipil, die der Kaimangöttin geopfert werden soll. Der Bärenkönig befreit sie allerdings, und das setzt eine Kettenreaktion heftiger Ereignisse in Gang – für Xipil, die Tiergötter und Bewohner des Waldes und Sumpfes, und die Menschen in Xipils Dorf.

Mobidic hat ihre Story in tollen Bildern eingefangen und bedient sich zudem des gesamten Spektrums erwachsener Gefühle und Themen. Dabei führt sie die Geister von Rudyard Kipling und Egar Rice Burroughs auf übernatürliche, mythologische Pfade und tränkt ihre Seiten mit starker Fantasy, aufrichtigen Emotionen sowie purer Erzähl-Magie, ohne vor Sex, Gewalt oder Drogen-Visionen zurückzuschrecken.

Das ist schon kein bärenstarkes Debüt mehr, sondern ein absolut beeindruckendes.

Neu:

Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen

Backlist:
killerscreek_sidebar1
cw1_sidebar1
cw2_sidebar1
rachegeist_sidebar1
SHudUdT_sidebar1
DZvO_sidebar1