vertont und online: Tannenbaum-Terminator

Dezember 24th, 2019
c't-SciFiCast: Zu Weihnachten täglich eine Hör-Story

c’t-SciFiCast: Zu Weihnachten täglich eine Hör-Story. Illustr: Albert Hulm

Seit diesem Sommer werden ausgewählte Science-Fiction-Kurzgeschichten aus »c’t – magazin für computertechnik« von der Redaktion als Podcast-Lesung vertont und online gestellt.

Über Weihnachten gibt es jetzt sogar ein c’t-SciFiCast-Special mit gleich drei eingelesenen Storys unter dem digitalen Baum, die zwischen Heiligabend und dem zweiten Weihnachtsfeiertag nach und nach online gehen und kostenlos gehört werden können.

Wer nach dem ganzen Schlemmen also nicht mal mehr selbst die Seiten umblättern bzw. weiterscrollen kann oder dringend mal was anderes als Christmasrock und Familienzoff auf die Ohren/Stöpsel braucht …

Den Anfang macht meine Story Tannenbaum-Terminator, die Anfang Dezember in Heft 26/2019 zu lesen war und von Ulrich Hilgefort gesprochen wird.

Hier geht’s zur Podcast-Lesung der Geschichte mit Weihnachtsbäumen und, noch wichtiger, weihnachtlichen axtschwingenden Kampfrobotern.

In diesem Sinne: gelungene oder grinchige Feiertage, ganz wie’s euch beliebt!

The Witcher: Interview mit Andrzej Sapkowski

Dezember 23rd, 2019
The Witcher Bd. 1, Panini 2014

The Witcher Bd. 1, Panini 2014

Alle sprechen über Netflix’ »Witcher«-Serie.

Ich selbst hab noch nicht reingeschaut, weil ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob sie es mir wert ist, mein heiliges Kopfkino zu entweihen. Die Bücher, allen voran die beiden anfänglichen Kurzgeschichtensammlungen und der späte Episodenroman, zählen schließlich zu meinen absoluten Faves, wenn es um Schwert-und-Magie-Stoffe geht. Da bin ich picky und ein Purist.

Aber es ist schon wirklich sehr schön, dass ein europäisches Fantasy-Franchise international und multimedial dermaßen für Furore sorgt seit Jahren – und immer noch neue Höhen erreicht.

Als kleines Weihnachtsgeschenk an die letzten treuen Leser dieses auch 2019 wieder oft arg vernachlässigten Blogs hole ich an dieser Stelle nun einfach mal das Interview aus dem Archiv, das ich 2015 mit dem polnischen Autor und Witcher-Erfinder Andrzej Sapkowski führte, und das damals in Ausgabe 60 der »phantastisch!« abgedruckt wurde.

Die Illustration dieses Beitrag ist eines der Cover zu den Comics rund um den Hexer Geralt, die ich als Redakteur für Panini betreut habe.

Hallo Herr Sapkowski. Im Deutschen wurde die Witcher-Buchserie erst im zweiten Anlauf ein Erfolg. Haben Sie dafür eine Erklärung?

Nun, ich kann mir gut und gerne Hundert Gründe dafür denken: Das Cover war Scheiße, es gab keine Werbung, und so weiter, und so fort. Der wahre Grund ist schmerzhaft, aber wahr: Die Bücher haben sich nicht so gut verkauft, wie Heyne erwartet hatte, und ich vermute, es war sogar viel schlimmer. Kein Wunder, die Leser erwarteten nicht viel von einem Autor aus dem Nirgendwo. Read the rest of this entry »

Erschienen: Basement Tales #6

Dezember 20th, 2019

Die Pulp-Heft-Reihe »Basement Tales« aus dem Verlag The Dandy is Dead geht in die sechste Runde.

Nach der Science-Fiction-Story »Der letzte Funke« in Heft 2 und der Horror-Geschichte »Wir alle müssen verstummen« in Heft 4 ist in Ausgabe 6 nun meine Geschichte »Für Wald und Königreich« abgedruckt und mit einem Poster geadelt.

Diesmal gibt’s fiese Zauberwald-Fantasy, und ich wage zu behaupten: So eine Einhorn-Story habt ihr vermutlich noch nie gelesen. Genau darum ging es mir beim Schreiben nämlich.

Rückwirkend betrachtet wundere ich mich heute auch nicht mehr, dass sie damals für eine Klassische-liebe-nette-edle-Einhorn-Geschichten-Anthologie verschmäht wurde.

Die anderen Storys im wie immer schick gestalteten und mit Postern bestückten BT-Heft über das Verschwinden von Misses Miller stammen von Tom Daut, Bernhard Stäber, Michael Hess, Lee Hollis und Christian von Aster.

Für 2020 dürft ihr euch auf mindestes drei weitere »Basement Tales«-Wundertüten für Genre-Liebhaber und Pulp-Genießer freuen.

Basement Tales #6, The Dandy  is Dead 2019

Basement Tales #6, The Dandy is Dead 2019

 

 

Comic des Jahres beim Tagesspiegel (Update)

Dezember 15th, 2019
Azzarello/Risso: Moonshine Bd. 1, Cross Cult 2019

Azzarello & Risso: Moonshine 1, Cross Cult 2019

Dieses Jahr gehöre ich zur Jury, die für den Tagesspiegel den Comic des Jahres 2019 kürt.

Bevor am 19. Dezember das Ergebnis in der Zeitung und online veröffentlicht wird, stellen alle Jury-Mitglieder nach und nach ihre fünf persönlichen Favoriten des ablaufenden Comic-Jahres auf der Tagesspiegel-Website vor.

Seit Sonntag stehen meine fünf Favoriten-Picks samt Texten online.

Die Auswahl war gar nicht so einfach, denn auch nach dem Sieben der Highlights haben sich am Ende praktisch noch immer doppelt so viele Comics darum gekloppt, auf der Liste der besten Fünf zu landen. Lange hatte ich z. B. noch »Der Mann meines Bruders«, »Der große Indienschwindel« und »Black Hammer: Doctor Star« zum Brüten und Abwägen und Herumschieben im Ranking, bis ich mich dann wie beim Tagesspiegel zu lesen entschieden habe.

Vom »Mister Miracle Megaband: Darkseid ist«, der als Panini-Redakteur wegen Befangenheit sowieso keine Option war, gar nicht erst zu sprechen.

Den ersten Band von »Moonshine« habe ich als US-Trade übrigens schon mehr als einmal gelesen – ein absoluter Luxus, den ich mir in so kurzer Zeit eigentlich so gut wie nie gönne. Aber Azzarellos und Rissos Werwolf-Schwarzbrenner-Mafia-Gangster-Krimi ist nun mal nicht umsonst mein Comic des Jahres, für den mein literarisches Südstaaten-Herz schlägt.

Update:

Das Endergebnis der Jury findet sich hier. »Negalyod« (den ich bei Erscheinen für diezukunft.de besprochen habe) hat – für mich durchaus überraschend – das Rennen gemacht und sogar noch »Nachts im Paradies« (meine Besprechung für Doppelpunkt) abgefangen.

 

Erschienen: Tannenbaum-Terminator in c’t 26/2019

Dezember 7th, 2019

Wie die alljährliche Jagd auf den perfekten Weihnachtsbaum und die ultimative Weihnachtsbaum-Erfahrung noch aussehen könnte und was ferngesteuerte, axtschwingende Kampfroboter damit zu tun haben?

Das erzähle ich in meiner Science-Fiction-Kurzgeschichte »Tannenbaum-Terminator«, die heute in Ausgabe 26/2019 von c’t – magazin für computertechnik erschienen ist.

Tannenbaum-Terminator, c't #26/2019, heise medien

Tannenbaum-Terminator, c’t #26/2019, heise medien

Die starke Aufmacher-Illustration stammt einmal mehr von Albert Hulm.

c't #26/2019, heise medien

c’t #26/2019, heise medien

So beginnt die Story:

Der Sensor einer Überwachungsdrohne, die in der kalten Nachtluft ihre Kreise zieht, löst einen Alarm aus. Daraufhin setzt sich einer der Kampfroboter unter der schneebedeckten Überdachung mit kaum hörbarem Surren in Bewegung. Das mannshohe Hightech-Gerippe wird von einem Kopf voller Prozessoren, Kabel, Lüfter, Festplatten und Kameras gekrönt. Es sieht aus, als würde der nackte Tod durch den nur vom Schnee und vom Mondlicht erhellten Wald schreiten. Die Killermaschine folgt dem Signal der Drohne, vorbei an Nadelbäumen unterschiedlichster Größe und Form. Ein Stück vom Ziel entfernt bleibt der Roboter stehen. Lediglich sein Blick schweift weiter durch die Dunkelheit.
Unter einer Tanne hoppelt ein Häschen durch den Schnee.
Der Skelettkrieger scheint es eine Weile nachdenklich zu betrachten. Dann wendet er sich ab und geht wieder zurück.
Das Häschen hat ihn nicht einmal bemerkt.

***

Wer die volle Weihnachtsbaum-Erfahrung will, ohne dafür das Haus zu verlassen, kommt zu mir.
Klingt paradox, ich weiß.
Ich ermögliche es meinen Kunden, von zu Hause aus bequem und doch vollkommen authentisch und archaisch auf die Jagd nach dem perfekten Weihnachtsbaum zu gehen – minus den Schnee, die Kälte, den Wind, das Harz und die Nadeln.

Weiter geht’s in c’t #26/2019, seit 7. Dezember gedruckt und digital erhältlich.

Ann Leckie: The Raven Tower

Dezember 4th, 2019
Ann Leckie: »The Raven Tower«, Orbit, 2019

Ann Leckie: »The Raven Tower«, Orbit, 2019

Ich habe dieses Jahr bei Weitem nicht so viele englische Bücher gelesen, wie ich wollte (die Kurzgeschichtensammlung »The Very Best of Caitlín R. Kiernan« liegt z.B. schon seit Februar anklagend auf dem entsprechenden Lesestapel).

Dieser Tage kam ich aber immerhin dazu, Ann Leckies ersten Fantasy-Roman »The Raven Tower« zu lesen, der Anfang 2019 als Hardcover erschien und mittlerweile auch als Taschenbuch vorliegt.

Nachdem die Amerikanerin mit ihren gefeierten Science-Fiction-Romanen an Preisen alles abräumte, was es abzuräumen gibt, war die Erwartung groß – und Leckie hat sie nicht enttäuscht.

Ihre epische Fantasy-Geschichte über das Zusammenspiel von Menschen und Göttern ist nicht nur konzeptionell und natürlich stilistisch anders als das meiste, was man in dieser Ecke zu lesen bekommt, sondern auch auf allen anderen Ebenen sehr, sehr gut.

Pat Rothfuss trifft den Nagel auf den Kopf mit seinem Blurb, dass es eine Freude ist, etwas so andersartiges, wunderbares und seltsames zu lesen.

Mir persönlich waren ein, zwei der »göttlichen« Passagen zwischendurch etwas zu lang, doch das ändert nichts am Gesamteindruck oder dem erfrischenden, anspruchsvollen Fantasy-Lesevergnügen.

Hier gibt’s eine Leseprobe.

Erschienen: Bad Toys 2

Oktober 10th, 2019
»Bad Toys 2«, Anthologie, Redrum Verlag 2019

»Bad Toys 2«, Anthologie, Redrum Verlag 2019

Im Redrum Verlag von Michael Merhi ist dieser Tage die Horror-Anthologie »Bad Toys 2« als Paperback und E-Book erschienen.

Der Klappentext des Verlags:

Sex, Drugs & Rock’n’Roll – diesem Motto widmen sich die Redrum-Autoren, die ihre spannenden und nervenaufreibenden Kurzgeschichten in dieser Anthologie präsentieren. Vom selbstgebrannten Moonshine über göttliche Ambrosia bis hin zur neuen Designerdroge bleibt kein harter Stoff unversucht. Leser außergewöhnlicher und harter Literatur kommen hier garantiert auf ihre Kosten.

Das mit dem Moonshine bezieht sich dabei direkt auf meine düstere Hillbilly-Krimi-Story »Amber« im Buch, in der ein Sheriff in Georgia mächtig Ärger mit ein paar Schwarzbrennern bekommt, die vor nichts zurückschrecken.

Die ursprüngliche Fassung entstand 2013, für die Erstveröffentlichung in der Redrum-Anthologie habe ich dieses Jahr dann noch mal einiges umformuliert und umgebaut.

Wenn ihr auf der Preview-Seite zum Buch vorbei surft, könnt ihr meine Südstaaten-Geschichte sogar komplett als kostenlose digitale Leseprobe zur Anthologie lesen.

Erschienen: phantastisch! #75

Juli 18th, 2019
phantastisch! #75, Atlantis 2019

phantastisch! #75, Atlantis 2019

Die Jubiläumsausgabe phantastisch! #75 ist erschienen.

Hinter dem mal wieder ganz tollen Wrap-Around-Cover von Michael »Ein seltsamer Tag« Vogt verbirgt sich eine besonders schöne, runde und vielseitige Ausgabe, wenn ich das mal so sagen darf. Well done, Klaus B.!

Von mir stammt neben zwei Interviews diesmal obendrein die Kurzgeschichte:

»Im Dienst der Legenden« geht in Richtung Hommage-, Pastiche- und Crossover-Literatur, ein bisschen wie die Storys in »Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes«, aber zugleich doch völlig anders, sowohl stilistisch als auch inhaltlich und von der Bandbreite her, wie ich meine.

Ich würde mir gern einreden, dass die Story gut zu so einer Jubelnummer eines fantastischen Genre-Magazins passt, aber das sollen letztlich besser andere entscheiden.

Es ist jedenfalls eine dieser Geschichten, von denen man am Morgen garantiert noch nicht weiß, dass man ihre Erstfassung irgendwann spät am Abend bis in die Nacht am Macbook runterschreiben würde, in so einer ganz speziellen Atmosphäre und mit dieser ganz bestimmten Zielstrebigkeit und Besessenheit (der noch etwas später in der Nacht ein paar nicht weniger obsessive Einfälle und Ergänzungen – für die nächste Fassung am folgenden Tag – auf dem Block folgen, der mit dem Bleistift immer auf dem Nachttisch bereit liegt).

Eine neue Kurzgeschichte in phantastisch! #75: Im Dienst der Legenden

Eine neue Kurzgeschichte in phantastisch! #75: Im Dienst der Legenden

Die Story inspirierte in recht kurzer Zeit sogar noch zwei weitere Geschichten, die formal in eine ähnliche Richtung gehen, jedoch völlig andere Themen und Sujets bedienen – die Science-Fiction-Variante ist bereits auf einem ganz guten Weg, in der Zukunft veröffentlicht zu werden, die kulinarische Weird Fiction-Variation habe ich noch nirgends angeboten. We will see.

Jetzt sind erst mal die Legenden draußen …

Die Königin der Schwarzen Küste

Juni 2nd, 2019
Age of Conan: Belit 1 Variant, Marvel 2019

Age of Conan: Belit 1 Variant, Marvel 2019

Neben mir stapeln sich mal wieder diverse Bücher und Comics über und mit Conan.

Das heißt: Ich sitze an Redaktionstexten für neue Conan-Bildergeschichten bei Panini, Crom!

Diesmal geht es um Bêlit und Die Königin der Schwarzen Küste, eine der besten und berühmtesten Original-Erzählungen von Robert E. Howard, mit einer ganz fortschrittlichen und ungewöhnlich emanzipierten und starken Frauenfigur für damalige Fantasy-Verhältnisse, die ungebrochen anziehend, faszinierend und großartig ist.

Die Texte, die aus der Recherche und, noch mehr, der ewigen Begeisterung für die Piratin aus Conans Leben und Herzen destilliert werden, sind für die deutschsprachige Ausgabe von Age of Conan: Bêlit, worin Bêlits Origin erzählt wird. Und irgendjemand muss den Menschen ja von mexikanischen Piraten-Comics mit einem blonden Cimmerier, dem Marvel-Epos der 70er von Roy Thomas, John Buscema und Co. und der coolen modernen Adaption von Brian Wood, Becky Cloonan und Riccardo Burchielli erzählen, oder?

Die US-Cover der Miniserie, die auf Deutsch direkt als Sammelband herauskommen wird im Herbst, stammen von der Japanerin Sana »Monstress« Takeda, es gibt aber z. B. auch ein sensationelles Variantcover vom Franzosen Olivier »Nuork« Vatine.

Ach, manchmal ist es schon schön, ein Fanboy zu sein …

Cover-Preview: Basement Tales #4

Mai 3rd, 2019
Bald: Basement Tales #4: Der Schwarze Hai, The Dandy Is Dead

Bald: Basement Tales #4: Der Schwarze Hai, The Dandy Is Dead

Elementar:

Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen

Backlist:
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