Lebenszeichen & Lesetipps

August 31st, 2015

Der Input war im August doch wieder mies hier, ich geb’s zu – zu viel Arbeit.

Immerhin entstanden neben all den Comic-Editorials, Artikeln, Rezensionen und News-Texten mal wieder zwei Kurzgeschichten: Eine Sherlock-Holmes-Story (oder sagen wir lieber: eine Watson-Story), die 2016 wohl in einer Publikation zum SherloCon in der Schweiz erscheint, und eine Hobbit-Parodie, die einfach so geschrieben werden wollte und musste.

Was ich an Büchern derzeit selbst so lese, landet ja meistens in irgendeiner aufgearbeiteten, aufbereiteten Form in der Geek!, der phantastisch! oder natürlich auf diezukunft.de – aktuelle Lese-Empfehlungen von meiner Seite aus sind der preapokalyptisch-postkoloniale Superhelden-Abenteuer-Roman »Tigerman« von Nick Harkaway sowie die gut gemachte DDR-Alternativwelt-Utopie »Schwarzes Gold aus Warnemünde« von Harald Martenstein und Tom Peuckert. Kazuo Ishiguros pseudohistorisch-quasifantastisches »Der begrabene Riese« hat tolle Diskussionen hervorgebracht und ist ein hochliterarischer Ansatz für das Genre, aber nur bedingt empfehlenswert, weil etwas spannungsarm.

Das muss als Lebenszeichen jetzt erst einmal genügen. Das DC-Universum stürzt sich in Convergence, das Marvel-Universum in Secret Wars, und genau so sieht mein Deadline-Plan auch aus. Und eigentlich muss ich dieser Tage noch das Interview mit Arthur-C-Clarke-Award-Gewinnerin Emily St. John Mandel für die nächste Geek! übersetzen, deren »Das Licht der letzten Tage« dieser Tage auf Deutsch erscheint. Seid artig und betet für Kühle …

Don Winslow: Das Kartell

August 10th, 2015
Das Kartell, Droemer Knaur 2015

Das Kartell, Droemer 2015

Mir ist bewusst, dass ich den Blog wieder zu sehr vernachlässige, und vorerst wird es vermutlich nicht besser, denn die Hitze hat meinen Deadlines ebenso wenig gut getan wie die Lektüre, über die ich nachfolgend ein bisschen was erzählen werde. Wenn ihr die Texte hier vermisst, dann schaut doch einfach auf diezukunft.de – da gibt es am laufenden Band etwas aus meiner Feder zu lesen …

Eigentlich wollte ich ja ohnehin noch etwas warten, bis ich mir Don Winslows »Das Kartell« kaufe, die Fortsetzung seines epischen »Tage der Toten«. Der Verlagswechsel im Deutschen hat ein Holzhammer-Cover hervorgebracht, das mir trotz Glanzlack-Spiegeloberfläche nicht viel gibt und mich angesichts der früheren Winslow-Cover eher ärgert; und über 800 Seiten sind bei den momentanen Bergen an Arbeit und dazugehörigen Stapeln an Arbeitslektüre auch kein Zuckerschlecken.

Nachdem mich Warren Ellis dann aber in seinem Newsletter praktisch wöchentlich mit Updates versorgt hat, wie genial »Das Kartell« wieder geworden ist, und ich noch andernorts über Lobeshymnen von Winslow-Fans und Erstlesern stolperte, konnte ich nicht länger widerstehen.

d’accord: »Das Kartell« ist genauso gut und genauso episch wie »Tage der Toten« (wenngleich nicht ganz so cool wie »Zeit des Zorns« oder »Kings of Cool«, aber das ist okay) – und dabei, wie ein Blick in die Nachrichten beweist, topaktuell. Der Roman ist eine überzeugende Fortsetzung, kann jedoch auch als Einzelband gelesen werden, ja ist selbst als Winslow-Erstkontakt geeignet. Das macht Mr. Winslow einfach sehr gut. Obendrein hat er dieses Monster erneut ausgesprochen elegant geplottet und durchkomponiert – Winslow hat seine Figuren und Handlungsfäden bei aller Opulenz stets im Griff, und gleichzeitig schreibt er äußerst süffig, knackig und unterhaltsam. Und er gerät trotz der Thematik und Elemente seiner Geschichte nicht in die Verschwörungs-Theoretiker-Falle.

Um es mal aus Genre-Sicht zu sagen: Für mich sind »Tage der Toten« und »Das Kartell« das Game of Thrones des modernen Krimis über den Krieg gegen die Drogen bzw., um es im Tenor des Romans zu sagen, mit den Drogen.

Erschienen: Grabräuber

Juli 24th, 2015

Meine Kurzgeschichte Grabräuber ist auf dem Horror/Weird-Fiction-Portal Phantastikon.de als Erstveröffentlichung erschienen.

Hier geht’s zur Story.

Mal wieder ein bisschen schnoddrige Exorzisten-Horror-Noir-Kost für alle Hellblazer-Fans – ein geistiger Verwandter meiner Story in Vampir Horror: Der Fluch der Hexe also, und jetzt dauert es vermutlich wieder keine fünf Minuten, und Christian Krank und ich reden über unser ewiges Projekt, in dem es darum geht, meine Exorzisten-Prosa-Geschichten, von denen locker ein halbes Dutzend auf der Festplatte liegt, und Krikras Comic-Artwork sinnvoll zusammenzuführen …

Bisher scheiterte es immer am banalen, aber sehr realen Faktor Zeit.

Anyway. Bis dahin könnt ihr ja mal Grabräuber lesen.

Erschienen: Harte Bandagen

Juli 12th, 2015
Harte Bandagen, p.machinery, 2015

Harte Bandagen, p.machinery, 2015

Die Mumien-Anthologie Harte Bandagen, die dieser Tage offiziell als Taschenbuch und als E-Book erschienen ist, hat einen etwas abenteuerlichen Weg hinter sich.

Nachdem der österreichische Kleinverlag Evolver Books, der die Ausschreibung ausrichtete, die Segel gestrichen hat, wurde die Sammlung nun bei p.machinery veröffentlicht – sogar mit mehr Storys, als ursprünglich geplant.

Ich weiß gar nicht mehr, was mich damals dazu bewogen hat, mit Eine andere Welt eine Mumien-Geschichte zu schreiben, und dann auch noch ausgerechnet diese. Ich glaube, ich habe die Ausschreibung gelesen, und da war einfach diese Idee, das Thema Zeit und Veränderung mit dem Grabräuber-Klischee und dem damals so präsenten arabischen Frühling zu verknüpfen …

DieZukunft.de-Facelift & Comic.de

Juli 9th, 2015

Vor ein paar Tagen hat Heynes Science-Fiction- und Zukunftsportal www.diezukunft.de ein kleines Facelift erhalten, um all die News, Essays, Reviews, Kolumnen und Kurzgeschichten sowie den E-Book-Shop noch besser zu präsentieren.

Außerdem stehen von mir inzwischen ein paar erste Einträge auf www.comic.de online, wo sich fortan auch etwas mehr tun wird ganz allgemein.

Beispiele für den aktuellen Look beider Plattformen:

Im Auftrag von Forrest J Ackerman und Neue Tumulte in Palumbien.

Check it out.

Realms. The Roleplaying Game Art of Tony DiTerlizzi

Juli 6th, 2015
Tony DiTerlizzi: Realms, Dark Horse 2015

Tony DiTerlizzi: Realms, Dark Horse 2015

Bevor er mit den Spiderwick Geheimnissen und der WondLa-Trilogie echte literarische Bestseller erschuf, galt der amerikanische Illustrator Tony DiTerlizzi als heißen Eisen und ausgemachter Fanliebling der Rollenspiel-Szene.

Seine dortigen Anfänge und Glanzleistungen für TSR, White Wolf und Wizards of the Coast – für Advanced Dungeons & Dragons, Magic: The Gathering und Co. – sind nun in einem toll aufgemachten Band dokumentiert, erschienen beim Kitchen-Sink-Imprint des US-Verlags Dark Horse Comics (die großformatige gebundene Ausgabe kostet knapp 40 Dollar, das E-Book etwas mehr als die Hälfte).

Der sympathische Mr. DiTerlizzi kommentiert darin einzelne Arbeiten und den gesamten Verlauf seiner Karriere, die in den 90ern startete, als er plötzlich viele der größten Welten des RPG-Bereichs mitgestaltete und prägte. Neben reichlich veröffentlichten und auch genügend unveröffentlichten Bildern des stilistischen Erben von Arthur Rackham und Brian Froud, gibt es noch eine Vielzahl kleinerer Texte, in denen sich zahlreiche Größen der fantastischen Szene vor DiTerlizzis unverkennbarer Kunst verbeugen, darunter Guillermo del Toro, Neil Gaiman, Charles Vess, Donato Giancola, Brom, David Petersen, Jane Yolen und natürlich DiTerlizzis kreative Weggefährtin Holly Black. Das Vorwort zum Band stammt indes von Christopher Paolini.

»Realms« ist ein wunderschöner Fantasy-Bildband und ein beeindruckender Überblick von DiTerlizzis wahrlich fantastischem Schaffen abseits seiner allseits bekannten All-Age-Fantasy-Bücher, die sogar verfilmt wurden.

Brubaker/Epting: Velvet

Juli 3rd, 2015

Am vergangenen Montag als Comic-Heldin der Woche im gedruckten Tagesspiegel, seit ein paar Tagen auch online: Mein Text zu Velvet, Ed Brubakers fantastischer Liebeserklärung an die Welt von James Bond, die neben Greg Ruckas Lazarus zu den stärksten neuen Comic-Serien der letzten zweieinhalb Jahre gehört.

Und hier, sozusagen blog-exclusive, meine nicht redigierte Langfassung des Artikels:

Schöne Spionin

Velvet 1, dani books 2015

Velvet 1, dani books 2015

London, 1973. Velvet Templeton ist jenseits der Vierzig und arbeitet als Sekretärin des ARC-7, dem fähigsten Geheimdienst der Welt, der selbst in diesen Kreisen bloß eine Legende ist. Als X-14, der Top-Agent von ARC-7, in Paris ermordet wird, trauern nicht nur alle Schreibdamen im Londoner Hauptquartier. Velvet stellt überdies auf eigene Faust ein paar Ermittlungen zum Tod ihres abservierten Ex-Lovers mit der Lizenz zum Töten an. Ehe sie richtig weiß, wie ihr geschieht, flüchtet sie auf einmal vor den eigenen Kollegen, da sie plötzlich als Tatverdächtige Nummer Eins gilt. Sie schafft es außer Landes und forscht in Wien, Belgrad und Monaco weiter. Fortan muss sie zeigen, wieso sie kurz nach dem Zweiten Weltkrieg die erste weibliche Rekrutin von ARC-7 war und vor fünfzehn Jahren selbst als beste Agentin im Außendienst galt – und dass sie noch genauso smart wie sexy ist. Außerdem findet sie heraus, dass der Tod von X-14 mit einem Geheimnis in ihrer eigenen Akte zusammenhängt …

Der amerikanische Autor Ed Brubaker ist ein Spezialist für Comic-Krimis. Das bewies er u. a. an Serien wie Sleeper und Criminal. Mit Velvet-Zeichner Steve Epting arbeitete er darüber hinaus bereits an der preisgekrönten Saga um Captain America und den Winter Soldier zusammen, die den zweiten Cap-Film maßgeblich speiste. Auch in dieser Superhelden-Story baute der 1966 geborene Brubaker zahlreiche typische Elemente des Spionage-Thrillers ein. Velvet, das beim Kleinverlag dani books als Paperback und als limitiertes Hardcover auf Deutsch erschienen ist, stellt nun Brubakers ultimative Liebeserklärung an die Welt von James Bond dar. Gleichzeitig stellt er das Konzept von Miss Moneypenny als hauptsächliche Flirt-Möglichkeit komplett auf den Kopf, und mit Velvets Alter antwortet er direkt auf den multimedialen Trend zum Dauer-Einsatz jüngerer Frauenfiguren. Zudem führt Brubaker den Gedanken zu Ende, was mit Spionen passiert, die zwischen Lügen und Doppelagenten lange genug überleben. Heraus kam ein großartiger Comic, der die Geheimagenten-Klischees als starke Archetypen nutzt.

Velvet glänzt als weiteres Beispiel für all die fantastischen eigenständigen Comics, die derzeit in den USA erscheinen und über die Autoren und Zeichner die volle kreative Kontrolle haben. Der superb geschriebene, gezeichnete und kolorierte Auftaktband von Velvet sollte daher keine geschwärzte Stelle in der Leseliste bleiben, insofern auch nur ein geringfügiges Interesse an Krimis und Comics besteht.

Wer sich jetzt schon auf den neuen Film mit Mr. Bond freut, kommt an Ms. Templeton nicht vorbei.

 

Der goldene Kompass Bd. 1

Juni 30th, 2015
Der goldene Kompass 1, Carlsen 2015

Der goldene Kompass 1, Carlsen 2015

Glaubt man dem Backcover des ersten Albums, dann sagt Autor Philip Pullman über die Panel-Adaption seiner erfolgreichen Fantasy-Roman-Serie His Dark Materials, dass es sich bei der französisch-belgischen Comic-Produktion um die beste Adaption des Romans handelt.

Da die Verfilmung, die nicht über den ersten Band Der Goldene Kompass hinauskam, zwar mit der Starpower von Daniel Craig und Nicole Kidman aufwarten konnte, ansonsten jedoch lediglich immer etwas zu glattes Popcorn-Fantasy-Kino bot, ist das allein freilich noch kein allzu beeindruckendes Prädikat.

Doch die Comic-Adaption von Szenerist Stéphane Melchior und Zeichner Clement Oubrerie ist, so weit man das nach dem ersten Album sagen kann, wirklich ziemlich gut geworden. An Pulmans Alternativwelt und seiner Story mit magischen Tier-Begleitern, Staub aus anderen Sphären, Luftschiffen, heldenhaften Zigeunern, theologischen Konflikten und einer finsteren Verschwörung um Kindesentführung im großen, niederträchtigen Stil (und später noch Krieger-Eisbären und Hexen), kann man natürlich nichts mehr drehen – die mag man, oder man mag sie eben nicht.

Melchior hat sich jedenfalls um Knappheit bemüht und gut zusammengerafft; nur selten hätten eine Szene oder ein Übergang ein paar Panels mehr vertragen. Das Artwork von Oubrerie, von dem hierzulande schon Pablo und Aya veröffentlicht wurden, trägt derweil viel dazu bei, dass diese neueste Verquickung des Stoffes so gut dasteht. Eigenwillig, eher griffig als schön, mutig, modern – ließ einen die Verfilmung von 2007 abrutschen, kann man sich an dieser visuellen Interpretation fast zehn Jahre später immer gut festhalten.

Drei Alben haben Melchior und Oubrerie für ihre Comic-Aufbereitung des ersten Romans veranschlagt. Das erste Album ist vor Kurzem auf Deutsch bei Carlsen erschienen, im Dezember folgt die Fortsetzung, und darin spielen die gerüsteten sprechenden Eisbären, die im Auftaktband lediglich ein paar Mal erwähnt werden, dann auch eine größere Rolle.

Erschienen: Killer’s Creek (Hörbuch)

Juni 21st, 2015
Killer's Creek – Hörbuch, Lübbe Audio 2015

Killer’s Creek – Hörbuch, Lübbe Audio 2015

Mein Kurzroman Killer’s Creek – Stadt der Mörder, Anfang des Jahres als E-Book der Thriller-Reihe Hochspannung bei Bastei Entertainment erschienen, liegt nun auch als digitales Hörbuch vor.

Zum Download stehen ab sofort 21 MP3-Tracks mit insgesamt 174 Minuten Spielzeit.

Dabei freut es mich sehr, dass Uve Teschner wieder als Sprecher fungiert, der Crazy Wolf – Die Bestie in mir damals absolut genial eingelesen hat und u. a. auch die Hörbücher zu The Walking Dead spricht.

Check it out.

Neil Gaiman: American Gods (Director’s Cut)

Juni 14th, 2015

Normalerweise schreibe ich ja anders über Bücher, aber in diesem Fall muss mal eine kleine Ausnahme her und auch erzählt werden, was beim Lesen so alles für persönliche Erkenntnisse lauerten … 

American Gods, Director's Cut, Eichborn 2015

American Gods – Director’s Cut, Eichborn 2015

Neil Gaimans preisgekrönter Fantasy-Roman »American Gods« – die Geschichte von Shadow, Odin und dem Krieg zwischen den Götter-Immigranten und den Neuzeit-Göttern Amerikas – ist kürzlich als Director’s Cut-Neuausgabe in der Komplett-Neuübersetzung von Hannes Riffel erschienen.

Und das ist schon erstaunlich und auch ein bisschen bedenklich: Während der Lektüre der Langfassung bin ich einige Male stirnrunzelnd zum Regal gelatscht, um das Gelesene mit der gut zehn Jahre alten  (und vor gut zehn Jahren gelesenen) Heyne-Fassung zu vergleichen, da ich sicher war, eine neue Szene gelesen zu haben, die in der alten Version des Buches nicht enthalten war. Aber ich werde einfach nur alt, denn natürlich war jede dieser Szenen auch schon in der früheren Fassung enthalten …

Ansonsten ist »American Gods« nach wie vor ein Werk mit vielen tollen Ideen und Szenen und Dialogen, aber nach wie vor auch ein bisschen zu elitär und träge – und durch den Mehrumfang von 12.000 Wörtern ist der Roman auch nicht gerade flotter geworden. Außerdem lässt es den typischen Gaiman-Sound, den ich in den letzten Jahren so lieb gewonnen habe, oftmals vermissen.

Ich denke nicht, dass ich »American Gods« – egal in welcher Fassung – ein drittes Mal lesen werde (Bücher noch mal lesen ist, auch bei echten Lieblingsbüchern, inzwischen eh ein Luxus, der fast nicht mehr geht, und wenn, dann hätten das eigentlich die Scheibenwelt-Romane von Sir Terry verdient, und auch der Anhalter von Adams mal wieder); und der Roman konnte sich auch nicht weiter nach vorne schieben in der Liste der Gaiman-Lieblinge, die prosatechnisch weiterhin von den überragenden Kurzgeschichtensammlungen, »Das Graveyard-Buch«, »Der Sternwanderer«, »Der Ozean am Ende der Straße« und »Niemalsland« angeführt wird.

So, genug auf hohem Niveau gejammert – wer das Buch nicht kennt, sollte trotzdem mal reinschauen, denn es ist sicherlich eines der wichtigeren Werke moderner, zeitgenössischer Fantastik.

Neu:

Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen

Backlist:
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