My Name Is Earl

März 15th, 2019
My Name Is Earl, Staffel 1

My Name Is Earl, Staffel 1

My Name Is Earl.

Auch schon wieder eine ganze Weile her.

Bzw.: Lange nicht mehr gesehen, aber sofort wieder gemocht und mehr als eine Folge gestreamt.

Kann man eigentlich Joe R. Lansdales Südstaaten-Krimis mit ihrem in vielen Fällen unbestreitbarem White Trash-Faktor abfeiern, und dann My Name Is Earl nicht mögen?

Überhaupt, My Name Is Earl nicht mögen?

Ich bezweifle, dass das möglich ist.

Und wenn, dann gäb’s für so ein Verhalten bestimmt schlechtes Karma.

 

Still On My Mind

März 12th, 2019
Dido: Still On My Mind, 2019

Dido: Still On My Mind, 2019

Das neue Album von Dido.

Ein paar Nummern stapfen etwas zu heftig und haben etwas zu viel Beat und Wumms – aber auf »Still On My Mind« sind alles in allem wieder jede Menge schöner Songs drauf.

Außerdem erinnert einen das neue Album (das ziemlich viel Herzschmerz abstrahlt) daran, wie gern man früher Didos Hits »Life for Rent« und »White Flag« (oder »Stan« mit Eminem) gehört hat, und von den beiden zuerst genannten Nummern gibt es gelungene Unplugged- bzw. Acoustic-Versionen. Dasselbe gilt für z.B. »Hurricanes« von der neuen Scheibe.

Das als musikalisches Intermezzo. Hey, es kann ja nicht immer um Bücher, Bildergeschichten und Barbaren gehen …

Neue Conan-Comics, Crom!

März 6th, 2019

Crom!

Conan the Barbarian #1, Asrar Variant, Marvel 2019

Conan the Barbarian #1, Mahmud Asrar Variant, Marvel 2019

Wenn sich um meine Tastatur herum wahre Gebirgszüge aus Conan-Comics und Conan-Büchern erstrecken und ich vormittags spontan mal in Conan der Barbar mit Schwarzenegger zappen und eine bestimmte Stelle der Synchro suchen muss (dank Amazon Prime, wo der Streifen derzeit in der Stream-Flat enthalten ist, muss man nicht mal mehr die DVD raussuchen), dann ist es wieder so weit: Bei Panini stehen neue (und neue alte) Comics zu Robert E. Howards Barbaren Conan in den Startlöchern!

Conan ist zurück bei Marvel, und das merke ich inzwischen auch an meinen Deadline-Plänen. Nachdem wir vor einer Weile bereits den ersten Hardcover-Omnibus mit Marvels 70er-Jahre-Klassiker »Conan the Barbarian« auf den Weg gebracht haben, widmen wir uns nun den neuen Serien von Jason Aaron, Mahmud Asrar, Gerry Duggan, Ron Garney und Co.

Das Interview mit Zeichner Mahmud ist im Kasten und übersetzt, jetzt müssen noch die Redaktionsseiten für den ersten neuzeitlichen Barbaren-Blockbuster geschrieben werden. Und ja, das erste US-Heft von Barbarian war ein Knüller, danach war die Serie immer interessant und stimmig vom Sound und Look her – und die ersten beiden US-Ausgaben von Savage Sword waren sogar richtig schön badass. Freut euch drauf.

Witzige Synchronizität: Mit einem Editorial zu einem Conan-Comic von Joe R. Lansdale und Timothy Truman feierte ich vor ziemlich genau zehn Jahren (zwei Wochen rauf und runter) meinen offiziellen Einstand bei Panini, damals noch in die Wege geleitet vom schmerzlich vermissten Zen-Meister Kups.

Lust auf Klassiker

Februar 28th, 2019
Der Herr der Ringe, Klett-Cotta 2000

Der Herr der Ringe, Klett-Cotta 2000

Die zur Verfügung stehende Lesezeit wird es kaum erlauben, aber in letzter Zeit verspüre ich große Lust, mal wieder so ein paar meiner (»persönlichen«) Klassiker ein weiteres Mal zu lesen, um sie in dem einen oder anderen Fall vielleicht auch mit gereiftem Genre-Einfühlungsvermögen neu zu betrachten oder unter anderen Aspekten zu goutieren.

Den »Sherlock Holmes«-Kanon von Sir Arthur Conan Doyle, den ich seit meiner letzten intensiven Holmes-Beschäftigung als Autor nicht mehr angefasst habe.

Die volle Mittelerde-Dröhnung mit J. R. R. Tolkiens »Das Silmarillion«, »Der Hobbit« und »Herr der Ringe«.

Bram Stokers »Dracula« habe ich ebenfalls ewig nicht mehr gelesen.

Auch Robert E. Howards »Conan«-Zyklus wäre mal wieder dran, genauso wie Fritz Leibers Geschichten über Fafhrd und den Grauen Mausling.

Und mit meinem Reread aller »Scheibenwelt«-Romane von Terry Pratchett bin ich auch nicht so weit gekommen, ehrlich gesagt.

Früher war es ein Ritual, dass ich einmal im Jahr den »Hobbit« gelesen habe, egal wann, egal ob auf Englisch oder auf Deutsch. Wenn ich mich nicht täusche, kam ich so auf 13, 14 Durchgänge bis in meine 20er; und Kenneth Grahames »Der Wind in den Weiden« hat es wenigstens ein paar Jahre lang geschafft, jährlich gelesen zu werden.

Die Buchneuheiten, die sich kurz vor der Leipziger Buchmesse hier schon wieder stapeln, sind natürlich spannend und interessant und in vielen Fällen lesenswert, und es gehört zu diesem Job, am Ball und am Puls zu bleiben – aber hin und wieder wäre ein bisschen mehr Freiraum für alte Lieben und Klassiker schon schön.

Aber irgendwann wird dem Ruf von Mittelerde, Transsylvanien oder 221B sicher wieder nachgegeben.

Viel los, nur nicht im Blog

Februar 21st, 2019

Warren Ellis bloggt wieder.

Ich habe dieses Jahr, dummerweise, noch gar nicht gebloggt – ja, ich weiß, ich habe nicht mal die Wednesday Comic-Rubrik fortgeführt, Schande über mich.

Aber ich habe gearbeitet. Viel gearbeitet schon wieder.

Und endlich auch mal wieder Fiction geschrieben. Und zwei der neuen Geschichten (ja, Plural) direkt verkauft. Plus: Eine Story, die seit einem Jahr auf Abdruck wartet, findet wohl im März endlich ihren Weg in die Öffentlichkeit (behaltet die c’t im Auge).

Es warten also durchaus ein paar Blog-Einträge in der nahen Zukunft.

Oh, und ich habe ein neues Autorenfoto.

Noch ein Endlich, schätze ich.

Wednesday Comic: Mister Miracle

Dezember 5th, 2018

In dieser Rubrik wird jeden Mittwoch an jedem Mittwoch, an dem meine Deadlines es zulassen, einer der Comics vorgestellt, die ich kürzlich aus privatem oder beruflichem Interesse gelesen habe. Mittwoch, der traditionelle Release-Day der Comic-Verlage in den Staaten, scheint mir der passende Tag für diese Texte zu sein.

Meta-Meisterwerk

Mister Miracle, DC 2017–2018

Mister Miracle, DC 2017–2018

»Mister Miracle«, Autor Tom Kings und Zeichner Mitch Gerads’ Verbeugung vor Jack Kirby und dessen kosmischen New Gods, wurde im November mit US-Heft 12 bei DC abgeschlossen – und ist garantiert eines der Comic-Meisterwerke des ablaufenden Jahres 2018.

Clever, packend, dramatisch, andersartig, trittsicher, finster, episch, schräg, philosophisch, brutal, referenzreich, überraschend, cool, meta.

Außerdem eine wunderschöne Liebesgeschichte zwischen Mister Miracle und seiner Frau, der Furie Big Barda.

Extrem gut und interessant inszeniert.

Ein Liebling von Lesern und Kritikern.

Von Kollegen wie Brad Meltzer oder Brian Michael Bendis in höchsten Tönen gelobt.

Einer der Gründe, wieso King und Gerads dieses Jahr beide mit dem Eisner Award ausgezeichnet wurden.

Sogar Stan Lee kommt als Nebenfigur vor.

Wir bringen die US-Serie im April komplett in einem fetten Megaband auf Deutsch bei Panini.

Freut euch drauf.

Out now: Basement Tales Vol. 2

November 25th, 2018

Druckfrisch, also bestellet und leset:

Basement Tales Vol. 2, The Dandy Is Dead 2018

Basement Tales Vol. 2, The Dandy Is Dead 2018

Trailer: Basement Tales Vol. 2: Sperrgebiet

November 6th, 2018

Hinter den Basement Tales aus dem Verlag The Dandy Is Dead verbirgt sich eine unberechenbare, aber allemal genre-lastige Anthologie-Reihe in Heftroman-Form.

Im zweiten Heft zum Thema Sperrgebiet wird im Dezember eine Science-Fiction-Kurzgeschichte von mir enthalten sein. Mehr dazu bei Erscheinen. Solange nachfolgend schon mal der Trailer zum Heft:

Wednesday Comic: Stray Bullets

Oktober 18th, 2018

In dieser Rubrik wird jeden Mittwoch an jedem Mittwoch, an dem meine Deadlines es zulassen, einer der Comics vorgestellt, die ich kürzlich aus privatem oder beruflichem Interesse gelesen habe. Mittwoch, der traditionelle Release-Day der Comic-Verlage in den Staaten, scheint mir der passende Tag für diese Texte zu sein.

Noir-Highlight since 1995

»Stray Bullets«, El Capitan @ Image Comics

»Stray Bullets«, El Capitan @ Image Comics

Wenn mich jemand fragen würde, wie David Laphams schwarz-weiße Comic-Serie »Stray Bullets« storytechnisch einmal angefangen hat, oder wie genau alle Figuren wirklich jederzeit zusammenhängen … ich würd’s nicht mal mehr dann auf die Reihe kriegen, wenn mir Spanish Scott eine Knarre an den Kopf hielte.

Aber ich könnte jederzeit im Brustton der Überzeugung sagen, dass ich jeden neuen Sammelband von Laphams unglaublich gut gemachter und irre spannender, von heftigen Gewaltexplosionen durchzogener Noir-Krimi-Serie stets mit großer Begeisterung für das handwerkliche Können und das gezeigte Genre-Verständnis lese, und dass der Geschichte die jahrelange Pause kein bisschen geschadet hat (nur manche der Any Racecar-Intermezzos stellen meine Geduld etwas auf die Probe, aber das war schon von Anfang an so).

Ob die ursprüngliche »Stray Bullets«-Saga oder die aktuell laufende Fortführung »Stay Bullets: Sunshine & Roses«: David Laphams Noir-Epos ist richtig guter Stoff. Gibt’s allerdings nur auf Englisch, und wird wohl leider auch so bleiben, weil es einem mutigen Verlag auf Deutsch vermutlich schauderhafte Verkaufszahlen einbringen würde. Obwohl es z.B. gut neben »Strangers in Paradise« bei Schreiber & Leser passen würde …

Wednesday Comic: Bastard

Oktober 3rd, 2018

In dieser Rubrik wird jeden Mittwoch einer der Comics vorgestellt, die ich kürzlich aus privatem oder beruflichem Interesse gelesen habe. Mittwoch, der traditionelle Release-Day der Comic-Verlage in den Staaten, scheint mir der passende Tag für diese Texte zu sein.

Krimi-Überraschung

Bastard, Reprodukt 2018

Bastard, Reprodukt 2018

Zu seinem gelungenen Comic-Krimi »Bastard«, der soeben bei Reprodukt auf Deutsch erschienen ist und der parallel eine englischsprachige Fantagraphics-Ausgabe erhält, ließ sich der 1982 geborene Belgier Max de Radiguès u. a. durch die Romane von Jim »Fup« Dodge, Richard Ford und Larry McMurtry inspirieren.

Das Ergebnis: eine mitreißende, actionreiche, witzige, gefühlvolle und brutale Roadmovie-Geschichte über ein junges Mutter-Sohn-Gespann, das mit fetter Beute vor anderen Gangstern durch den Südwesten der Vereinigten Staaten flieht – Probleme und Überraschungen sind da garantiert.

Für den zeichnerisch souverän reduzierten, schwarz-weiß gehaltenen Kleinband mit dem auffälligen gelben Cover, der sogar Gastseiten von u. a. Lewis Trondheim und Luke Pearson enthält, erhielt Max de Radiguès 2018 auf dem berühmten, wichtigen Comic-Festival Angoulême zurecht den Prix de Lyceés.

Elementar:

Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen

Backlist:
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